15. August 2007
Der Medienjournalist Matthias Zehnder hat heute im St.Galler Tagblatt einen Artikel zum Thema "Verhasste Trendwörter" publiziert. Gemäss einer Umfrage des britischen
Meinungsforschungsinstituts YouGov sind Trendwörter wie beispielsweise "Blog", "Netiquette", "Cookie", "Wiki" und "Web 2.0" immer mehr Menschen verhasst. Eines der am meisten missbrauchten Wörter sei "cast", wie in Broadcast. Die Silbe werde einfach überall da angehängt, wo etwas verbreitet werde. Den Anfang machte das Wort "Podcast"; nun gibt es bereits den "Kidcast", "Medcast" oder gar den "Godcast" - eine religiöse Sendung, die über MP3-Datein verteilt wird. Besonders schlimm sei es, wenn die Trendwörter in Verben verwandelt werden: "simsen", "bloggen", "googeln", "vloggen", "podden", "casten" und "tracen" sind nur einige Beispiele.
Immer mehr Menschen stören sich anscheinend an der inflationären Verwendung dieser Trendwörter, die für viele lediglich leere Worthülsen sind. Matthias Zehnder empfielt deshalb: "Wer Einduck schinden will, verwendet heute nicht mehr Trendwörter, sondern erklärt auf gut Deutsch, was er meint." So empfhielt er beispielsweise das Trendwort "Web 2.0" mit "Mitmach-Angebote im Internet" zu übersetzen. Nachstehend einige weitere Übersetzungshilfen:
Sags auf Deutsch
Cookie: Merktechnik
Googlen: suchen (mit Google)
Netiquette: Benimmregeln
Simsen: SMS verschicken
Skypen: Mit Skype telefonieren
Vloggen: Tagebuch-Videos
Voipen: Telefonieren übers Internet
Quelle: St. Galler Tagblatt vom 15. August 2007.