Die Swisscom hat vor kurzem den SchoolNetGuide Nr. 10 "Online bin ich Rebell_3000". Jugendliche im Internet herausgegeben. Erneut eine wirklich sehr gelungene Broschüre, welche in seiner 10. Ausgabe das Thema Chancen und Risiken virtueller Identitäten aufnimmt. Erstmals erhalten die LeserInnen in der online Ergänzung SchoolNetGuide Online auch Hintergrundinformationen in Form von Tipps, kommentierten Links sowie einen Lektionenvorschlag zum Thema "Virtuelle Identität" (siehe unten).

SchoolNetGuide Nr. 10

Quelle: www.swisscom.com/schoolnetguide

Lektion zum Thema Virtuelle Identität (90 Min)

Um Schülerinnen und Schüler für die Risiken des Internets zu sensibilisieren, kann mit der ganzen Klasse eine praktische Online-Übung gemacht werden. So erleben Jugendliche, dass unvorsichtiges Verhalten im Internet problematisch ist. Eine anschliessende Diskussion zeigt den Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten auf, wie sie den Gefahren des Internets begegnen können.

Download: SNG10_Lektionenvorschlag_de


PS: Wer kennt die wahre Identität des Motorradfahrers?



Textauszüge aus SchoolNetGuide Nr. 10:

Die junge Generation kennt kein Leben ohne Internet.

Als virtuelle Identität wird die menschliche Selbstdarstellung in der computervermittelten Kommunikation bezeichnet – also die Art und Weise, wie sich jemand im Internet präsentiert.

Das Internet hat die zwischenmenschliche Kommunikation revolutioniert: Dank dem neuen Medium können wir Botschaften aus Text, Ton oder Bild in Echtzeit austauschen. Kommunikation im Internet erfolgt daher oft über mehrere Sinnesorgane gleichzeitig.

meinbild.ch ist das grösste Schweizer Portal für Foto-Profile und ein Tummelplatz für Teenager.
Rund 40 «Agenten» überwachen im Auftrag des Betreibers die Profile, ein Wortfilter sondert die schlimmsten Ausfälligkeiten heraus – eine hundertprozentige
Kontrolle ist aber nicht möglich.

Laut der Komm-Tech-Studie 2006 spielen 20 Prozent der Teenager in der Schweiz regelmässig Online-Games. Vor allem männliche Jugendliche sind begeisterte Gamer.

Second Life: die Parallelwelt im WWW
In der virtuellen Welt secondlife.com bauen die Bewohner ständig an neuen Bestandteilen ihres dreidimensional dargestellten Umfelds und entwickeln dieses laufend weiter. Second Life wurde 2003 von der kalifornischen Firma Linden Lab kreiert. Derzeit zählt es ungefähr 3,6 Millionen Mitglieder, täglich melden sich 20 000 neu an. Die Schweizer sind in der Second-Life-Bevölkerung überdurchschnittlich häufig vertreten und belegen im Nationenranking den 12. Platz.

World of Warcraft: der Kampf zweier Fantasy-Welten
World of Warcraft ist das derzeit wohl beliebteste Online-Rollenspiel in der Schweiz.

Gamen – Chance oder Gefahr?
Gewaltlastige Internet-Spiele werden von den Medien oft als Auslöser dargestellt für die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen. Doch wie gefährlich sind die Spiele wirklich? Medienforscher Prof. Heinz Bonfadelli: «Die Forschung zeigt: Wer regelmässig Ego-Shooter spielt, stumpft ab in Bezug auf Gewaltdarstellungen. Teilweise nimmt auch die
Bereitschaft zu, selbst Gewalt anzuwenden. Wie ein Spieler mit seinem Hobby umgeht, ist aber abhängig von vielen Faktoren: Das soziale Umfeld, die familiäre Situation und seine Persönlichkeit spielen eine entscheidende Rolle. Der Zusammenhang ist also nicht direkt.»

In Online-Games gibt es aber auch etwas zu lernen:
Je nach Spiel werden etwa logisches und strategisches Denken trainiert, die Fantasie angeregt, die Sozialkompetenz beim Spielen in der Gruppe gefördert oder Multitasking-Fähigkeiten ausgebaut – zum Beispiel wenn Jugendliche gleichzeitig spielen und sich mit Mitspielern unterhalten.

Chat und Instant-Messaging: Wo liegt der Unterschied?
Der Unterschied: Chats (z.B. Bluewin teentalk) sind öffentliche Plattformen, auf denen man sich häufig mit Unbekannten unterhält. Vergleichbar mit einem Telefongespräch, handelt es sich beim Instant-Messaging (z.B. Windows Live Messenger; früher MSN Messenger) dagegen um private Kommunikation von PC zu PC. Oft findet Instant-Messaging nur im Freundeskreis statt.

Chancen des Internets:
  • Erweiterung des Freundeskreises
  • Handicaps bleiben unsichtbar
  • Förderung der Sozialkompetenz
  • Entfaltung der Persönlichkeit
  • Förderung von Kreativität
  • Medienkompetenz

Tipps für Lehrer
  • Wie Sie Jugendliche im Internet begleiten
  • Praxistipps für Lehrer
  • Praxistipps im Umgang mit den Schülern
  • Die Rolle der Eltern
  • Vertrauen muss sein
  • "Kids am Compi": Internettipps für Eltern