Der heutige PCtipp-Newsletter verbreitet gerade die Nachricht, dass laut einer neuen deutschen Studie ein Zusammenhang zwischen Medienkonsum und PISA-Ergebnis bestehe: Zuviel Konsum zu früh macht dumm:

Das Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) vergleicht in einer Studie den Medienkonsum von Jugendlichen mit den Ergebnissen der letzten PISA-Studien. Die Schlussfolgerung der Forscher lautet: Der Medienkonsum beeinträchtigt die schulischen Leistungen. PISA-Verlierer hätten schon als Viertklässler die erheblich grössere Ausstattung im Kinderzimmer gehabt als die erfolgreichere Vergleichsgruppe. Je mehr Zeit sie damit verbringen und je brutaler die Inhalte sind, desto schlechter fallen die Schulnoten aus.

Leider fehlen weitere Angaben zur oben genannten Studie. Die monokausale Aussage "Zuviel Konsum zu früh macht dumm" erinnert mich jedoch stark an Manfred Spitzers Aussagen, der als Forscher immer wieder geflissentlich Kausalität und Kohärenz für seine Zwecke verwechselt.

Zu klären wären wohl zuerst folgende Punkte:
Welcher Medienkonsum: Fernsehen, PC, Computerspiele, Mobiltelefon, Bücher, etc. ;-) ist überhaupt gemeint? Wie viel Medienkonsum pro Tag mit welchen Bildschirmmedien? Wie alt sind die getesteten Kinder? Wie gross ist die untersuchte Zielgruppe und Vergleichsgruppe? Was sind brutale Medieninhalte und wie hängt dies mit schulischen Leistung zusammen? Wurde das soziale Umfeld miteinbezogen? usw.