Das Blog zur Medientagung vom 30. Mai online

Vor einiger Zeit habe ich mit einem kurzen Beitrag in diesem Blog über die geplante Medientagung vom 30. Mai 2007 (Mittwochnachmittag) hingewiesen, welche die FHS St. Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften und die Pädagogische Hochschule Rorschach (PHR) gemeinsam durchführen. Seit kurzem ist auch das Blog zur Medientagung mit dem Programm unter http://medientagung.ch/ online. Die Medientagung, geht der aktuellen Frage nach, ob mehr Internet zu mehr Partizipation führt. Alle interessierten Personen sind herzlich willkommen. Die Tagung findet an der FHS St.Gallen, Standort Rorschach, statt.

Medientagung

 

Der Versprechungen sind viele: Vom Internet wird erwartet, dass es eine Art Dorfplatz sei, zu dem unterschiedliche Akteure Zugang hätten. Bürgerjournalismus, Community-Bildung, SecondLife sind Schlagworte, die für neue gesellschaftliche Teilnahme-Chancen stehen. Doch dies ist nur die eine Seite der Medaille, deren andere grau ist. Tatsächlich funktioniert die Aufmerksamkeitsregulierung im Internet nach harten Kriterien, die wenig durchschaubar sind. Und wer nicht über die nötige Medienkompetenz verfügt, gewinnt keine gesellschaftlichen Teilnahme-Chancen, sondern verliert Möglich­keiten der Partizipation.

Quelle: http://medientagung.ch

Social-Web-Tagung in der Ostschweiz

In eigener Sache :-)

 

Am 30.5.2007 findet in der Ostschweiz, an der FHS St. Gallen in Rorschach, eine Tagung zum Thema “Mehr Internet - mehr Partizipation?” statt. Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften veranstaltet diesen Social-Web-Event gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Rorschach. Zur Tagung wird ein Event-Weblog geführt, die Regie wird Selina Ingold inne haben. Sie leitet gemeinsam mit Martin Hofmann den Lehrgang Medienpädagogik, der in diesem Herbst in der Ostschweiz angeboten wird. Dass sich eine Hochschule, die Fachleute der Sozialen Arbeit ausbildet, speziell für das Soziale des Social Web interessiert, liegt auf der Hand. Schliesslich geht es darum, inwiefern und inwieweit das Internet Chancen gesellschaftlicher Teilhabe und Teilnahme verbessert oder einschränkt. Technologisch induzierte Ausschlussrisiken werden im Zusammenhang mit Sozialer Arbeit zurzeit breit diskutiert.

Termin vorreservieren!

 

Quelle: ster. medienpraxis.ch 

 

 

Schüler fordert Mitschüler per Mail zum Selbstmord auf

Das St. Galler Tagblatt hat heute mit dem Artikel Demütigung via Internet. Schüler forderte Mitschüler per Mail zum Selbstmord auf über einen Konflikt zwischen zwei Sekundarschüler des Oberstufenzentrums Schönau berichtet. Dabei hatte ein Schüler im Dezember einen Mitschüler massiv via Mail beleidigt:

Als "Missgeburt" hat ein Sekundarsschüler des Oberstufenzentrums Schönau seinen Mitschüler in einem E-Mail bezeichnet. Als jemanden, der kein Recht auf Leben habe. Und er hat ihm geraten, sich umzubringen. Dem Vorfall vorausgegangen ist eine Streiterei zwischen den beiden Knaben, die schliesslich in den massiven Beleidigungen via Internet gipfelte.

Dass es zwischen SchülerInnen zu solch verbalen Verfehlungen kommt, ist sicherlich schlimm, aber leider auch nichts Neues. Allerdings bieten Handy und Internet heute neue Möglichkeiten, um MitschülerInnen massiv zu beleidigen bzw. gar zu bedrohen. Dass jede elektronische Mitteilung, sei es ein SMS/MMS oder ein Mail, eben auch digitale Spuren hinterlässt, musste nun auch der fehlbare Jugendliche und letztlich die gesamte SchülerInnenschaft des Oberstufenzentrums lernen. Hätte der Schüler seine Beleidigung und Drohungen lediglich mündlich geäussert - was natürlich die Sache keinen Deut akzeptabler macht -, wäre es sicherlich nicht zu diesem Zeitungsartikel und den entsprechenden Sanktionen für den fehlbaren Schüler gekommen.

Bemerkenswert und lobenswert ist die professionelle Reaktion seitens des Schulleiters, der diesen Vorfall nicht einfach als "Bagatelle" unter den Tisch gekehrt hat, sondern mit Unterstützung der Schulsozialarbeit das Vergehen mit adäquaten Konsequenzen für den fehlbaren Schüler (schriftlicher Verweis) aufdeckte. Als Reaktion auf diesen Vorfall ist im Frühling zudem eine Informationsveranstaltung mit Fachleuten geplant, um die Eltern darüber aufzuklären, was Jugendliche heute mit Handy und Computer anstellen können.

Studie zum Bildschirm-Konsum von Kindern im Alter von 6 Jahren und weniger in den USA

Children’s Daily Media Use. In a typical day, 83% of children under age six use any screen media, and 75% of children under six watch TV. View Report.

MediaUse

Quelle: The Henry J. Kaiser Family Foundation

Infoset "Medienkompetenz und Medienpädagogik

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (MPFS) bietet in Form von Broschüren das Infoset "Medienkompetenz und Medienpädagogik in einer sich wandelnden Welt" an:

Mit dem Infoset "Medienkompetenz und Medienpädagogik in einer sich wandelnden Welt" wollen wir Eltern, Erzieherinnen und Erziehern, sowie allen anderen Interessierten die wichtigsten Fragen zum Medienumgang von Kindern beantworten. Hefte zu folgenden Themen können bestellt oder im pdf-Format heruntergeladen werden:
- Internet
- Gewalt und Fernsehen
- Radio und Hören
- Multimedia
- Lesen
- Fernsehen
- Medien und Wirklichkeit
- Werbung
- Kulturtechniken und Medien
- Medienerziehung im Kindergarten
- Medien und die Entwicklung des Kindes
- Handy und Co.

Quelle: mpfs

Internet - Mythen, Hoffnungen und Erwartungen

Die Elternschule Goldach hat heute ein Referat zum Thema "Internet - Mythen, Hoffnungen und Erwartungen" angeboten. Die Referentin Sara Bühlmann (Kindergärtnerin und Sozialpädagogin FHS i.A.) informierte das Publikum fachkompetent und unterhaltsam über die Chancen, Probleme und Ängste im Umgang von Kindern und Jugendlichen mit dem Internet. Im Gegensatz zum gegenwärtigen Trend an öffentlichen Veranstaltungen, die Internetnutzung von Jugendlichen und Kindern vorwiegend als gesellschaftliches Risiko (Internetsucht, Pornographie, Gewalt etc.) zu sehen, verstand es die Referentin den Zuhörer/innen (vorwiegend Eltern) auch die Chancen des Internets näher zu bringen. Die Internetnutzung von Jugendlichen und Kindern zeitlich zu begrenzen, macht sicherlich Sinn. Ein tägliches Zeitbudget wie beispielsweise 30' Internet pro Tag macht allerdings wenig Sinn; zumal auch andere Medien wie Bücher nicht im Minutentakt sinnvoll genutzt werden können. Es empfiehlt sich daher eher ein wöchentliches Zeitbudget für Jugendliche und Kinder zu definieren; abhängig natürlich vom Alter und der jeweiligen Nutzungssituation.

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funtasy Bus zur Förderung der Medienkompetenz


Das Jugendbüro "Drive" in Goldach besitzt einen funtasy Bus mit einem ca. 10 m2 grossen Arbeitsraum. Er ist ausgerüstet mit 3 eMacs, 2 Power eBooks G 4, 3 Digital Videokameras, 5 Digital Fotokameras ,1 Musikanlage komplett mit Mischpult, Mikrophon, CD- und Kassettenabspielgerät. Die Infrastruktur des funtasy Busses kann auch gemietet werden.

Mit dem Projektbus möchte das Jugendbüro den Jugendlichen eine Möglichkeit bieten, um ihre eigenen Video- und Fotoprojekte zu realisieren. Zudem soll gemäss dem Konzept der Kommission im Jugendbereich dadurch die Chancengleichheit unter den Jugendlichen gewährleistet werden: Durch Medienpädagogik Einblick in die Struktur, Abläufe und Funktionsweisen von verschiedenen Medien geben, ist ein weiteres konkretes Ziel des funtasy Busses.

Der funtasy Bus ist m.E. ein illustratives Beispiel für ein Praxisprojekt, wie es auch im Zertifikatslehrgang Medienpädagogik (Nachdiplomkurs) erstellt werden muss. Dieser Zertifikatslehrgang wird gemeinsam von der Pädagogischen Hochschule Rorschach PHR und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften FHS St. Gallen im November 2006 durchgeführt wird. Die Teilnehmenden sollen in diesem Zertifikatslehrgang zur Medienpädagogik ein Medienkonzept für ihre Organisation (Bildungs- oder sozialpädagogische Einrichtung) entwickeln, umzusetzen und evaluieren.

Flyer
Broschüre

KIM-Studie 2005

Kinder nutzen Computer zum Lernen und Spielen

Der Anteil der sechs- bis 13-jährigen Kinder, die Erfahrung im Umgang mit Computer haben, liegt aktuell bei 76 Prozent. Dabei zählen Computerspiele nach wie vor zu den häufigsten Tätigkeiten. Kinder nutzen den Computer aber auch intensiv als Lernmedium. Dies sind Ergebnisse der KIM-Studie 2005 (Kinder und Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs), die nun als Studienbericht vorliegen.

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JIM-Studie 2005

Die neuesten Zahlen der JIM-Studie 2005, welche das Medienverhalten der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland untersucht, bestätigen die Trends der letzen Jahre:

Zum achten Mal untersuchte der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) das Medienverhalten der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland. Somit konnte mit dieser repräsentativen Langzeitstudie die Entwicklung der letzten Jahre nachgezeichnet werden.
Die grösste Veränderung zeigt sich 2005 hinsichtlich des MP3-Players. Das Abspielen von Musikdateien auf speziellen Playern und auf Computern ist unter den Jugendlichen sehr populär geworden. Entsprechend ist die Ausstattung mit MP3-Playern sprunghaft angestiegen, so dass nunmehr zwei Drittel der Jugendlichen über einen eigenen MP3-Player oder einen iPod verfügen. Damit werden die ohnehin bestens ausgestatteten Jugendlichen um eine weitere Gerätefamilie bereichert.
Bei der Ausstattung mit Handys haben nun auch die Jüngsten noch einmal zugelegt. Bereits unter den 12- bis 13-Jährigen besitzen 84 Prozent ein Handy. Insgesamt haben 92 Prozent der Jugendlichen ein Mobiltelefon, somit ist dies das am weitesten verbreitete Gerät. Die wichtigste Funktion ist weiterhin das SMS-Schreiben, erst an zweiter stelle folgt das Telefonieren. An Bedeutung gewonnen hat das Fotografieren mit dem Handy.
Auch die Ausstattung mit einem DVD-Player hat stark zugenommen. Wie bei den Internetzugängen kann hier bald von einer Vollversorgung ausgegangen werden. Aktuell haben 89 Prozent der Haushalte, in denen 12- bis 19-Jährige aufwachsen, einen Zugang zum Internet.
Bei der Betrachtung des Computers kann man inzwischen von einer alltäglichen Nutzung ausgehen. 95 Prozent zählen zu den PC-Nutzern. Mehr als 50 Prozent der Jugendlichen steht 2005 ein eigener Rechner zur Verfügung. Die am häufigsten genutzte Funktion ist das Musikhören, gefolgt von Computerspielen und Schularbeiten. Neben der Dominanz der elektronischen Medien nutzt fast die Hälfte regelmässig eine Zeitung und auch Bücher und Zeitschriften werden gelesen.

Quelle: www.mpfs.de

Medienpädagogik in der Ostschweiz


Noch in diesem Jahr wird es in der Ostschweiz einen Studiengang Medienpädagogik geben. Geplant ist der Start im November. Es handelt sich um ein Angebot, das in der Kooperation von Pädagogischer Hochschule Rorschach und Hochschule für Technik, Wirtschaft und Soziale Arbeit St. Gallen entwickelt wurde. Konkret richtet sich dieses Weiterbildungsangebot an Lehrerinnen und Lehrer ebenso wie an Fachleute der Sozialen Arbeit. Im Rahmen des zweisemestrigen, berufsbegleitenden Lehrgangs werden die Studierenden ein Praxisprojekt realisieren. Dieses bildet das Kernstück des Studiums. Weitere Infos folgen.

Quelle: Medienpraxis.ch.
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