29. März 2007
In den letzten Tagen sind gleich zwei Studien erschienen, die sich den Ursachen und Folgen von Übergewicht bei Kindern widmen. Beide Studien zeigen deutlich, dass Bildschirme alleine nicht verantwortlich sind für die Fettleibigkeit unsere Kinder; wenn auch einige Neurowissenschaftler es immer wieder gerne behaupten:
Studie A: Kein Zusammenhang bei Kindern zwischen hohem Medienkonsum und Fettleibigkeit.
Kinder, die viel vor dem Fernseher sitzen oder sich über Stunden mit Computerspielen beschäftigen, sind nach einer Studie von britischen Psychologen keine "Couch Potatoes". Es sei zu einfach, so Stuart Biddle, Professor für Sportpsychologie an der Loughborough University, alleine Medien für den Mangel an körperlichen Aktivitäten und für die zunehmende Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen verantwortlich zu machen.
Quelle: Heise Online vom 23. März 2007.
Eine Möglichkeit für mehr Bewegung bei den Kindern zu sorgen, sehen die Forscher darin, dass die Kinder beispielsweise zum Schulweg oder zur Freizeit-Aktivität (Ballett, Sportverein, etc.) selber laufen oder mit dem Fahrrad hinfahren und nicht wie zunehmends auch in der Schweiz üblich, von den Eltern mit dem Auto gefahren werden.
Studie B: Dicke Kinder - nicht nur am Essen liegts.
US-Forscher vermuten, dass überall vorhandene Umweltgifte schuld daran sind, dass immer mehr Menschen an Übergewicht leiden. Die Gifte beeinflussen die Schwangerschaft und programmieren den Fötus auf Fettleibigkeit.
Quelle: St. Galler Tagblatt vom 28. März 2007.
Bisphenol A könnte ein solcher Stoff sein. Er ist Bestandteil von Plastik, aus denen unter anderem Trinkflaschen von Babies gemacht werden.
Sicherlich sicher ist, dass viel Bewegung das beste Mittel gegen Fettleibigkeit ist! Sinnvollerweise sollte man auch immer wieder die Arbeit am Bildschirm mit den Kindern unterbrechen und mit Übungen zur Bewegung im Unterricht auszugleichen.
Daher zum Schluss nachstehender Buchtipp:

Ursula Oppolzer (2006): Bewegte Schüler lernen leichter. Ein Bewegungskonzept für die Primarschule, Sekundarschule I und II. 2. Aufl. 2006. Borgmann. ISBN 3-86145-268-5.
Zum Body-Mass-Index
Als fettleibig gilt, wer einen Body-Mass-Index über 30 hat. Der Body-Mass-Index wird errechnet aus dem Körpergewicht, geteilt durch das Quadrat der Körpergrösse in Metern. Beispiel: 85 (kg)/(1.76*1.76) = 27.44
Uff, nochmals Glück gehabt :-)