[video] A week with no technology - could you do without?

Eine Arbeitswoche ohne Internet, ohne E-Mail, ohne Handy - können Sie es?



Beim Betrachten dieses Videos kommt mir unweigerlich Mark Riklins Idee "Das Glück der Unerreichbarkeit". Eine Installation zu Miriam Meckels Buch in den Sinn:
FHS_Medienseminar12

Eine Klanginstallation im öffentlichen Raum, die Menschen in einer Art Selbstversuch zu einer Kommunikationspause verführt. Ein schwer bewachter Glas-Kubus, wo man sein Handy, Blackberry, iPhone für eine gewisse Zeit einschliessen kann. Eine Art Tempel der digitalen Welt, wo die "Schweizer Messer des digitalen Zeitalters" in aller Ruhe vor sich hinklingeln.

Super Teacher

Mit grosser Freude habe ich den humorvollen, etwas sarkastischen Mediensplitter von Daniel Ammann in der Zeitschrift ph akzente 2/2009 gelesen:

Mediensplitter - SUPER-TEACHER
Eigentlich hat der Unterricht schon begonnen. Aber von Anfangen kann keine Rede sein. Vor fünf Minuten hat es zum zweiten Mal geläutet. Das haben wahrscheinlich nicht alle gehört. Die neuesten iPod-Stöpsel verfügen über ein spezielles Dolby-Surround-Filtersystem, das störende Aussengeräusche optimal abschirmt. Wenn ein heulender ICE durchs Klassenzimmer braust, würde man das nur am heftigen Windstoss merken. Sobald irgenwo ein Klingelton abgeht, lass ich deshalb die Deckenbeleuchtung ein paarmal aufflattern. Dann schauen alle aufs Handy-Display. Allerdings kommt das nicht oft vor, weil der Empfang nur an den Fensterplätzen gut ist.
Im hinteren Teil des Klassenzimmers läuft noch eine Balgerei. Das hat mit Gewalt nichts zu tun. Da muss man schon differenzieren. Die Jugendlichen brauchen ein gewisses Mass an Körpereinsatz. Damit gleichen sie die Wirklichkeitsdeprivation von Schulbüchern und virtuellen Lernumgebungen aus. Ausserdem werden hier aktuelle Medienerlebnisse aufgearbeitet. Die haben am Wochenende den WBC-Boxkampf oder die Wrestling-Championship geschaut.
Ich gehe es ruhig an, lasse mir Zeit. Sind sowieso noch nicht alle da. Die Hip-Hopper stehen noch auf dem Pausenplatz, rauchen eine Zigarette fertig und tauschen sich mit den Peers aus der Partnerclique aus.
Auf dem Stundenplan stehen heute Neue Medien. Da kann ich bestimmt wieder viel von den Kids lernen. Ich habe mir ein paar Fragen notiert. Irgendjemand hat sich neulich bei mir ins System gehackt und die Notenblätter manipuliert. Ein paar Cracks in der Klasse können mir sicher helfen. Bis es losgeht, putze ich noch die Tafeln und sammle die leeren Energy-Drink-Dosen ein.
Dann schicke ich ein Räuspern in die Runde. Die meisten dämpfen ihre Stimme auf ein Flüstern und gehen an ihren Platz. ein Mädchen hat zum Glück ein blutstillendes Pflaster dabei und verarztet einen der Jungs.
"Wollen wir anfangen?", frage ich mit freundlicher, aber bestimmter Stimme. Die Überraschung bleibt nicht ohne Wirkung. Leere Gesichter zeugen von angespannter Konzentration und höchster Aufnahmebereitschaft. Zur Stärkung der Entscheidungskompetenz stelle ich gleich die erste Aufgabe:
"Okay, starten wir mit einem Tele-Voting!" Ich notiere die zehnstellige Zahl auf dem Whiteboard. "Wer dafür ist, schickt eine SMS an diese Zielnummer."
Tatsächlich haben wieder zwei oder drei ihr Handy vergessen. Ich drücke ein Auge zu. Die haben sich eben noch nicht an die neuen Regeln gewöhnt.
"Leute", sage ich mit gespielter Empörung, "morgen muss das mit dem Handy klappen. Ihr wisst doch, das Fernesehen dreht bei uns die erste Folge der neuen Doku-Soap Super-Teacher. Da wollte ihr mich doch nicht in der ersten Runde schon auflaufen lassen."

[video] "Nieder mit I.T." - gegen die Herrschaft der Maschinen

Die Kabarettisten Pigor & Eichhorn rechnen mit dem nachstehenden fast 10-minütigen YouTube-Video "Nieder mit I.T." mit der I.T.-Branche (IT = Informations- und Technologie) ab:


Im Daten-Netz verfangen

Das nachstehende Foto zeigt eine Schaufenster-Installation des Comiczeichners Jonathan Németh mit Figuren, die sich in einem Netz aus farbigen Leitungen und Drähten verheddert haben. Die Botschaft des Künstler: Das im Alltag als Informationsquelle, Kommunikationsmittel und Vernetzungsmöglichkeit fast unverzichtbar gewordene Internet, kann süchtig machen! Dies Figuren tragen so klingende Namen wie «Second Life», «Web 2.0», «My Space» und «Tombraider».

Das Schaufenster an der St. Galler Frongartenstrasse 5 ist noch bis Mitte April zu sehen, die Figuren sind zu kaufen. Die Zepra-Geschäftsstelle für Prävention und Gesundheitsförderung will hier auf die Online-Sucht aufmerksam machen, die laut einer Studie 2,3 Prozent der befragten Schweizer betreffe. Sie würden durchschnittlich 35 Stunden pro Woche im Netz verbringen. Weitere 3,7 Prozent müssen gemäss der Untersuchung als gefährdet bezeichnet werden, weil sie 20 Stunden pro Woche mit ihren Computern online sind. Die Zepra stellt ihr Schaufenster weiterhin Schulen, Institutionen und Einzelpersonen zur Verfügung, welche die Themen Sucht, Prävention und Gesundheit gestalterisch umsetzen möchten.

Daten-Netz
Bild: Hanspeter Schiess
Quelle: St.Galler-Tagblatt vom 5. März 2008.

Generation YouTube: Das Gehirn verlernt das Mitleid

Panopti.com - Die schöne neue Welt der Überwachung

Johannes Widmer hat als Bachelor-Abschlussarbeit an der Universität Ulm / Studiengang Digital Media die Internetseite (Flash-Animation) Panopti.com - Die schöne neue Welt der Überwachung erstellt. Diese informiert über das Thema Datenschutz und zeigt, welche Möglichkeiten der Überwachung es heute schon gibt und wo die Gefahren liegen.

Panopti.com

Bücher zum Thema Datenschutz
  • Pär Ström (2006). Die Überwachungsmafia. Das lukrative Geschäft mit unseren Daten. ISBN-13: 978-3446229808.
  • Christiane Schulzki-Haddouti (2003): Bürgerrechte im Netz. ISBN-13: 978-3810038722.
  • Christiane Schulzki-Haddouti (2004): Im Netz der inneren Sicherheit. Die neuen Methoden der Überwachung. ISBN-13: 978-3434505822.
  • Rolf Gössner: (2000): ' Big Brother' und Co. Der moderne Überwachungsstaat in der Informationsgesellschaft. ISBN-13: 978-3894581954.


Quelle: http://panopti.com.onreact.com/swf/index.htm

Tipp via E-Learning-Blog

Helfen statt Ballern «Food Force»

Computerspiel FoodForce

Es liegt in deiner Hand, die Insel Sheylan zu retten und wieder aufzubauen.
Im Indischen Ozean, auf der Insel Sheylan, ist eine schwere Krise ausgebrochen. Deshalb entsenden wir ein neues Team, um die Einsatzfähigkeit des World Food Programme vor Ort zu verbessern und Millionen hungriger Menschen mit Nahrung zu versorgen.

Quelle: ://www.food-force.com/de/


Der BIAS Newsletter 62 der FHNW Pädagogische Hochschule schreibt hierzu:
Während vielerorts über so genannte Killerspiele diskutiert wird, macht das kostenlose Computerlernspiel den Hunger in der Welt zum Thema. Das Spiel ist speziell für Kinder und Jugendliche zwischen acht und dreizehn Jahren entwickelt worden. Weltweit hat es bereits mehr als fünf Millionen Spieler, die auf den aktions geladenen «Food Force» Missionen Menschen in Not helfen.
«Food Force» versetzt die Kinder und Jugendlichen in die Rolle humanitärer Helfer, die gegen eine drohende Hungersnot auf der fiktiven Insel «Sheylan» ankämpfen. Die Spieler werden mit einem Ernährungswissenschaftler und einer Logistikexpertin auf eine virtuelle Reise geschickt, bei der sechs spannende Missionen zu erfüllen sind, um die Hungersnot abzuwenden.

Web 0.0 - US-Schulen schwören Computern ab

SPIEGEL-ONLINE hat darüber berichtet:

"Seit Jahren rüsten deutsche Schulen digital auf. Das Ziel: ein Computer für jeden Schüler. Ausgerechnet in den USA beginnt eine Kehrtwende: Erste Schulen nehmen Teenagern die teuren Laptops wieder weg - auch weil Schüler die Geräte gern für Pornos statt für Mathe nutzen.

Sie sollten das Bildungswesen verändern, den Unterricht moderner machen und die Teenager auf das digitale Zeitalter vorbereiten: Viel haben sich Bildungspolitiker von neuen Medien an Schulen erhofft, Klassenzimmer haben sie in Hightech-Labore umgebaut, und die Industrie trommelt emsig für 'Laptops für alle'.

Doch langsam macht sich die Erkenntnis breit, einer Illusion aufgesessen zu sein. Ausgerechnet in den USA, dem Weltzentrum des technischen Fortschritts, vollziehen einige Schulen eine Kehrtwende: Sie schaffen ihre Schullaptops wieder ab. (...)"

  • Inzwischen haben zahlreiche Blogs das Thema kommentiert; nachstehend eine Zusammenstellung der Reaktionen:

Weiter ...

"Bildschirme machen dick ..." - so einfach ist es also doch nicht!

In den letzten Tagen sind gleich zwei Studien erschienen, die sich den Ursachen und Folgen von Übergewicht bei Kindern widmen. Beide Studien zeigen deutlich, dass Bildschirme alleine nicht verantwortlich sind für die Fettleibigkeit unsere Kinder; wenn auch einige Neurowissenschaftler es immer wieder gerne behaupten:

Studie A: Kein Zusammenhang bei Kindern zwischen hohem Medienkonsum und Fettleibigkeit.

Kinder, die viel vor dem Fernseher sitzen oder sich über Stunden mit Computerspielen beschäftigen, sind nach einer Studie von britischen Psychologen keine "Couch Potatoes". Es sei zu einfach, so Stuart Biddle, Professor für Sportpsychologie an der Loughborough University, alleine Medien für den Mangel an körperlichen Aktivitäten und für die zunehmende Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen verantwortlich zu machen.

Quelle: Heise Online vom 23. März 2007.

Eine Möglichkeit für mehr Bewegung bei den Kindern zu sorgen, sehen die Forscher darin, dass die Kinder beispielsweise zum Schulweg oder zur Freizeit-Aktivität (Ballett, Sportverein, etc.) selber laufen oder mit dem Fahrrad hinfahren und nicht wie zunehmends auch in der Schweiz üblich, von den Eltern mit dem Auto gefahren werden.


Studie B: Dicke Kinder - nicht nur am Essen liegts.

US-Forscher vermuten, dass überall vorhandene Umweltgifte schuld daran sind, dass immer mehr Menschen an Übergewicht leiden. Die Gifte beeinflussen die Schwangerschaft und programmieren den Fötus auf Fettleibigkeit.

Quelle: St. Galler Tagblatt vom 28. März 2007.

Bisphenol A könnte ein solcher Stoff sein. Er ist Bestandteil von Plastik, aus denen unter anderem Trinkflaschen von Babies gemacht werden.

 

Sicherlich sicher ist, dass viel Bewegung das beste Mittel gegen Fettleibigkeit ist! Sinnvollerweise sollte man auch immer wieder die Arbeit am Bildschirm mit den Kindern unterbrechen und mit Übungen zur Bewegung im Unterricht auszugleichen. 

Daher zum Schluss nachstehender Buchtipp:

Bewegte Schüler

Ursula Oppolzer (2006): Bewegte Schüler lernen leichter. Ein Bewegungskonzept für die Primarschule, Sekundarschule I und II. 2. Aufl. 2006. Borgmann. ISBN 3-86145-268-5.

 

Zum Body-Mass-Index

Als fettleibig gilt, wer einen Body-Mass-Index über 30 hat. Der Body-Mass-Index wird errechnet aus dem Körpergewicht, geteilt durch das Quadrat der Körpergrösse in Metern. Beispiel: 85 (kg)/(1.76*1.76) = 27.44

Uff, nochmals Glück gehabt :-)

MELANI - Informationen über die Sicherheit im Datennetz

Die Website der Melde- und Analysestelle Informationssicherung MELANI bietet Informationen über Gefahren und Risiken im Umgang mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (z.B. Computer, Internet, Handy, E-Banking).

MELANI

Quelle: http://www.melani.admin.ch

Besonders hilfreich auf MELANI sind beisielsweise die Checklisten und Anleitungen zu den Sicherheitseinstellungen für Windows XP bzw. für Mac OS X Clients. sowie Demonstrationen und Lernprogramme zur Windows Firewall oder den Sicherheitseinstellungen im Internet Explorer.

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