Das nachstehende Foto zeigt eine Schaufenster-Installation des Comiczeichners Jonathan Németh mit Figuren, die sich in einem Netz aus farbigen Leitungen und Drähten verheddert haben. Die Botschaft des Künstler: Das im Alltag als Informationsquelle, Kommunikationsmittel und Vernetzungsmöglichkeit fast unverzichtbar gewordene Internet, kann süchtig machen! Dies Figuren tragen so klingende Namen wie «Second Life», «Web 2.0», «My Space» und «Tombraider».

Das Schaufenster an der St. Galler Frongartenstrasse 5 ist noch bis Mitte April zu sehen, die Figuren sind zu kaufen. Die Zepra-Geschäftsstelle für Prävention und Gesundheitsförderung will hier auf die Online-Sucht aufmerksam machen, die laut einer Studie 2,3 Prozent der befragten Schweizer betreffe. Sie würden durchschnittlich 35 Stunden pro Woche im Netz verbringen. Weitere 3,7 Prozent müssen gemäss der Untersuchung als gefährdet bezeichnet werden, weil sie 20 Stunden pro Woche mit ihren Computern online sind. Die Zepra stellt ihr Schaufenster weiterhin Schulen, Institutionen und Einzelpersonen zur Verfügung, welche die Themen Sucht, Prävention und Gesundheit gestalterisch umsetzen möchten.

Daten-Netz
Bild: Hanspeter Schiess
Quelle: St.Galler-Tagblatt vom 5. März 2008.