25. September 2006
ePortfolios - Methode und Werkzeug für kompetenzbasiertes Lernen
Eine kurze und prägnate Zusammenstellung zu ePortfolios - Methode und Werkzeug für kompetenzbasiertes Lernen geben Wolf Hilzensauer und Veronika Hornung-Prähauser von der Salzburg Research Forschungsgesellschaft m.b.H.
Weitere Informationen zu ePortfolios am Salzburg Research sind unter http://eportfolio.salzburgresearch.at gesammelt.
Wichtige Zitate aus dem Artikel von Hilzensauer und Hornung-Prähauser sowie einige Schlussfolgerungen zur Weiterentwicklung des ePortfolio-Projekts an der Pädagogischen Hochschule Rorschach finden sich am Ende dieses Beitrags.
Weitere Informationen zu ePortfolios am Salzburg Research sind unter http://eportfolio.salzburgresearch.at gesammelt.
Wichtige Zitate aus dem Artikel von Hilzensauer und Hornung-Prähauser sowie einige Schlussfolgerungen zur Weiterentwicklung des ePortfolio-Projekts an der Pädagogischen Hochschule Rorschach finden sich am Ende dieses Beitrags.
ePortfolios – ein Werkzeug für selbstgesteuertes Lernen und zur Dokumentation von Kompetenz
Wir in Salzburg Research verstehen unter ePortfolio eine digitale Sammlung von “mit Geschick gemachten Arbeiten“ (=lat. Artefakte) einer Person, die dadurch das Produkt (Lernergebnisse) und den Prozess (Lernpfad/Wachstum) ihrer Kompetenzentwicklung
in einer bestimmten Zeitspanne und für bestimmte Zwecke dokumentieren und veranschaulichen möchte. Die betreffende Person hat die Auswahl der Artefakte selbstständig getroffen, und diese in Bezug auf das Lernziel selbst organisiert. Sie (Er) hat als Eigentümer(in) die komplette Kontrolle darüber, wer, wann und wie viel Information aus dem Portfolio einsehen darf. (...)
ePortfolios sind also mehr als nur eine "digitale Bewerbungsmappe", nämlich zugleich eine Methode für selbst-gesteuertes Lernen UND ein digitales Lernwerkzeug. (...)
ePortfolios sind ein Werkzeug zur strukturierten Sammlung, Speicherung und Darstellung sowohl des „Weges“ (Bemühungen, Fortschritte) als auch des „Zieles“ (Wissenszuwachs, Aufbau von Fach-, Methoden- oder Sozialkompetenzen) mittels digitaler Informationsobjekte. Portfolio Artefakte sind z.B. Lernzielvereinbarungen, Arbeitsaufträge, Aufsätze, Projekt- bzw. Seminararbeiten, Reflexionen, Portfoliokriterien, verbale und non-verbale Beurteilungen, Zeugnisse, Zertifikate, Preise usw.
Was macht die Technologie für einen Unterschied?
Im Gegensatz zu papier-basierten Portfolios bietet der Einsatz von Softwareunterstützung u.a. die Möglichkeit
- der Präsentation von Wissen und Entwicklungsschritten in allen Multimedia - Ausdrucksformen und damit das Ansprechen aller Sinneskanäle (Text, Ton, Bild, Video, Animationen.)
- der Verknüpfung von ePortfolio-Inhalten mit Lernzielen bzw. Bewertungskriterien (durch Hyperlinks)
- der umfangreichen Speicherung, Sicherung und Duplizierbarkeit
- des orts- und zeit ungebundenen Einbindens von Feedback-Gesprächen über erreichte Ziele bzw. Zwischenschritte mit institutionellen Portfolio-Begleiter(innen), aber auch mit Gleichgesinnten, Freunden(innen) und Erziehungsberechtigten (durch Kommunikationstools).
- das von Lernenden selbständige Erstellen von ePortfolios mit neuen Webtechnologien fördert den verantwortungsvollen Umgang mit Informationen und Copyright im Web und die hochwertige Fähigkeit des multimedialen Web-Publizierens (Media Literacy).
Unterschiedliche Typen von ePortfolios und ihre Zielsetzung
- Entwicklungsportfolios
- Fach- oder Kursportfolio
- Lehrportfolio
- Laufbahnportfolio
- Aufnahme-Portfolio
- Sprachenportfolio
Lehramtskandidat(innen) demonstrieren damit ihre Kompetenz zu professioneller Praxis, zur Planung von instruktionellem Design, zu Erstellung von Lernmedien, zur lerner-orientierten Lernzieldefinition – und steuerung; zur Bewertung und Evaluierung von Lernergebnissen – und prozessen).
Schlussfolgerungen für die Weiterentwicklung des ePortfolios-Projekts an der Pädagogischen Hochschule Rorschach:
- Sinnvollerweise müsste die Portfolioarbeit - welche die Studierenden an der Pädagogischen Hochschule Rorschach nun im 1. Semester mittels eines ePortfolio-Blog leisten - letztlich auch in der Berufspraxis während dem gesamten Studium weitergeführt werden. Neben den Praxisheften zu den einzelnen Blockpraktika könnten dann auch die Unterrichtsvorbereitungen, Reflexionen sowie die Rückmeldungen der MentorInnen im ePortfolio abgelegt werden.
- Der KAYWA-Blog - unsere derzeitige ePortfolio-Softwarelösung - sollte längerfristig das „Friend-of-a-Friend“-Konzept (FOAF) und andererseits das „automated tagging“ ähnlich wie beim Elgg - Learning Landscape | www.elgg.net unterstützen bzw. auf einem künftigen ePortfolio-Portal abbilden.




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