26. Oktober 2006
Was ist eLearning? - eine Definitionssuche!
Wir sind auf der Suche nach DER Definition zu eLearning:
Was meint Ihr dazu?!
Weitere Definitionen unter Kommentare sind willkommen!
E-Learning ist Lernen, bei dem digitale Medien für die Distribution von Lernmaterialien und/oder die Kommunikation zum Einsatz kommen (nach Kerres, zit. nach Wikipedia).Ich bevorzuge eine offene Definition, wie ich sie oben zitiert habe (nach Kerres). Allerdings bin ich mir unsicher, ob diese Definition auch aktuelle Tendenzen wie eLearning 2.0 berücksichtigt!
[In diesem Sinne ist Online Learning (oder Online Education) nur ein Teilgebiet von E-Learning.]
Was meint Ihr dazu?!
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Unter E-Lernen bzw. E-Learning (englisch electronic learning – elektronisch unterstütztes Lernen) werden - nach einer Definition von Michael Kerres - alle Formen von Lernen verstanden, bei denen digitale Medien für die Übertragung von Lernmaterialien und/oder die Kommunikation zum Einsatz kommen. E-Learning kann auf sehr unterschiedlichen Technologien basieren und in unterschiedlichen didaktischen Szenarien realisiert werden. E-Learning ist eine sinnvolle Unterstützung von traditionellen Lernprozessen.
E-Learning ist eine Form des computergestützten Lernens, für das charakteristisch ist, dass die genutzten Lernsysteme und -materialien
- in digitalisierter Form dargeboten werden,
- sich durch Multi- und/oder Hypermedialität auszeichnen,
- Interaktivität zwischen dem Lernenden, dem System, dem Lehrenden und den Mitlernenden unterstützen und
- online für den Nutzer direkt verfügbar sind.
eLearning ist eine Variante des computergestützten Lernens. Merkmale dieses Lernens ist, dass die genutzten Lernsysteme und Lernmaterialien in digitalisierter Form angeboten werden, sich durch Multi- und/oder Hypermedialität (Informationsvernetzung) auszeichnen, Interaktivität zwischen dem Lernenden, dem System, dem Coach und den Mitlernenden - vor Ort oder im Netz - unterstützen und online für den Nutzer direkt verfügbar sind.
"eLearning ist ein Ansatz, der verschiedene Internet- und Web-Technologien nutzt, um Lernprozesse und Kompetenzentwicklungen zu ermöglichen, zu evozieren, zu fördern und oder zu moderieren. Mit den neuen, netzbasierten Lernsystemen und -architekturen kann Qualifizierung 'just in time', in einem einheitlichen Qualitätsstandard geliefert werden." Dieter Kern, "Nur Mode oder Methode?", 2001.
E-Learning schließt also heute sowohl Lernen mit lokal installierter Software (Lernprogramme, CD-ROM) als auch Lernen über das Internet ein.
Wesentlich für das Verständnis von e-Learning ist dabei, dass es nicht bloß um die (interaktive) Aneignung von Informationen geht - wie dies im "klassischen" computerunterstützten Unterricht (CUU) der Fall war - sondern, dass die (menschliche) Begleitung des Lernprozesses eine ganz wesentliche Rolle spielt: Tutoring, Coaching, e-Moderation … lauten die dafür verwendeten "buzz words"."
(Peter Baumgartner, Kornelia & Hartmut Häfele)
E-learning ist an all-encompassing term generally used to refer to computer-enhanced learning, although it is often extended to include the use of mobile technologies such as PDAs and MP3 players. … In case where mobile technologies are used, the term M-learning has become more common. (Wikipedia – the free encyclopedia)
Ursprünglich der Sammelbegriff für Lernen, das durch Informationstechnologien unterstützt wird, bzw. für alle Formen elektronisch unterstützten Lernens. Dazu gehört unter anderem auch netz- und satellitengestütztes Lernen, Lernen per interaktivem TV, CD-ROM oder Video. Meist wird der Begriff aber ausschliesslich für Internet- bzw. Intranet-basiertes Lernen verwendet. (www.webkolleg.nrw.de)
Als e-Education oder e-Learning wird jegliche Art von Lernen bezeichnet, bei dem elektronische Medien ein integraler Bestandteil sind. Im engeren Sinne verstehen wir darunter Computer Based Training (CBT) und Web Based Training (WBT).
(www2.gtz.de/ikt/deutsch/infothek/glossar.html)
Quelle: Zusammenstellung von Thomas Baumann, PHZH




Kommentare
Wenn man es genau nimmt, müsste es ja eigentlich D-Learning heissen, denn das Wesentliche ist das Digitale und nicht die Elektrizität. Aber das ist eine theoretische Spritzfindigkeit. (http://beat.doebe.li/bibliothek/w01581.html)
In meiner Diss habe ich folgenden Absatz stehen:
"An dieser Stelle soll auch noch darauf hingewiesen werden, dass dieses Kapitel bewusst nicht e-Learning genannt wurde, obwohl dies sogar der Titel dieser Arbeit ist. Aber nach jahrelanger Tätigkeit in diesem Bereich stellt man fest, dass der Begriff e-Learning nicht wirklich definiert ist. W¨ahrend mancherorts schon beim Versand von e-Mails von
”elektronischem Lernen“ die Rede ist, ist andererorts von e-Coaching, Tutoring usw. bis hin zu Simulationsspielen alles zu finden. Darüberhinaus wird nach heutiger Sicht nicht einmal zwingend die Verwendung des Internets vorausgesetzt, sondern auch das Lernen mit lokal auf der Festplatte installierter Software dazugezählt. Das Dilemma um diesen Begriff zeigt sich allein in seiner Schreibweise. Wird die Suchmaschine Google aufgerufen,
dann liefert diese folgende mögliche Schreibweisen: e-Learning, eLearning, elearning, ”e“Learning, eLearn ... Dies ist auch der Grund, dass dieses Kapitel die Hauptüberschrift Computer-Supported Collaborative Learning trägt und dem Begriff Computer-Supported
Collaborative Work (CSCW) gegenübersteht. Während CSCW sich mehr um die Möglichkeiten der Kommunikationstechniken kümmert (tends to focus on communication
techniques themselves), ist CSCL inhaltszentriert (focuses on what is being communicated)."
Vielen Dank fürs Mitdenken!
Vor allem der Aspekt der organisatorischen Prozesse scheint mir wichtig. Ausserdem habe ich den Eindruck, dass das was man heute an Projekten unter dem Titel "e-Learning" macht, häufig "nur" e-Teaching" ist.
Vielen Dank auch für deinen Beitrag! Ich finde es wirklich sannend, wie unterschiedlich eLearning besonders von Fachexperten interpretiert wird.