13. März 2009
Fachtagung "Personal Learning Environments in der Schule"
An der Fachtagung 2009 der PHZ Schwyz in Goldau sollen innovative Konzepte und Lösungen zu "Personal Learning Environments in der Schule" präsentiert werden. Die Tagung fragt, wie Handys, Notebooks und persönliche Netzwerke das Lernen verändern.

Prof. Dr. Beat Döbeli Honegger eröffnet wie gewohnt mit einigen spannenden Gedanken die diesjährige Fachtagung. In seinem Fokus steht primär die Entwicklung von Medien in der Schule der letzten Jahrzehnte bzw. Jahre hin zu einem Personal Learning Environment (PLE). Die heutige Tagung erweitert die bisherige Definition des Begriffs "Personal Learning Environments", welche bislang primär Software meinte, um die Komponente Hardware. Wie Handys, Notebooks und persönliche Netzwerke das Lernen verändern, soll mitunter auch im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Um das Potential heutiger Medien zu demonstrieren hat Beat seine Präsentation auf dem iPhone via Visualizer präsentiert. Somit liessen sich die Folien (Export ins JPEG, Import ins iPhone als Bilder) auf dem iPhone auch zoomen bzw. von Hand verschieben. Im Herbst 2009 startet übrigens die Projektschule Goldau ein Pilotprojekt mit iPhones in einer 5. Schulklasse - etwas neidisch bin ich da schon.
Prof. Dr. Michael Kerres spricht in seinem Referat zum Thema "Personal Learning Environments: Von der Lehr- und Lernplattform?". Lernplattformen müssen gemäss Michael Kerres neu konzipiert werden, um dem veränderten Internetnutzungsverhalten der heutigen Lernenden gerecht zu werden.
Interessant: Murrender, nicht-zustimmender, O-Ton hinter mir in der Sitzreihe von Prof. Dr. Rolf Schulmeister. Herr Schulmeister vertritt ja die These, dass es eine Net-Generation gar nicht gibt (Gibt es eine Net Generation? Version 2.0, Hamburg 2008, 132 Seiten). Da ich in dieser Sache nicht seiner Meinung bin, nutze ich die Gelegenheit und weise ihn auf das Buch Generation Internet (2008). Die digital Natives: Wie sie leben - Was sie denken - Wie sie arbeiten von John Palfrey und Urs Gasser hin. Zuerst quittiert Prof. Schulmeister meinen Hinweis mit Stöhnen - "Noch so ein Buch!" - dann mit erhöhtem Interesse und teilweiser Zustimmung liest er einige Seiten und blättert im Literaturverzeichnis. Immerhin hat das Buch Generation Internet Schulmeisters Interesse geweckt und vielleicht provozierte es ihn zu einer 3. Version seines Arbeitsberichtes.
Herr Kerres stellt uns währenddessen als mögliche PLE-Lösung das Tool Drupal - open source content management platform vor. Komponenten eines Personal Learning Environment seien Aggregation, Content Creation, Asset Sharing, Collaboration, IM / Conferencing, Social Networks; aber auch Selbstlernen, Kooperation, Projekte, Individualisierung, Lernorganisation und Infrastruktur gehören dazu.

Quelle: Prof Dr. Kerres zu Schul-IT 1.0 versus 2.0
Dr. Heike Schaumburg erläutert unter dem Titel "Notebooks als Personal Learning Environments." Ergebnisse eines Modellversuchs zur Nutzung persönlicher Notebooks in der Schule. Voraussetzung, dass ein Notebook als Personal Learning Environment sei, dass es ein persönliches Lerninstrument ist. Notebookwagen bzw. Notebooks in Computerräumen und dgl. gehören also nicht dazu. Zentral für eine intensive Nutzung von Notebooks an den Schulen ist gemäss des Modellversuchs eine gute Infrastruktur und entsprechender Support - eigentlich nichts Neues.
Prof. Dr. Rolf Schulmeister referiert zum Thema "PLE zwischen Alltäglichem und Besonderem: Was konstituiert eigentlich eine LERNumgebung?". Zuerst zeigt er auf aufdrucksvolle Weise, wie sich sein Personal Learning Environment in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Zu seiner PLE gehören selbstverständlich immer auch Bücher, Menschen, persönliche und berufliche Netzwerke und nicht nur Tools und entsprechende Software. "Es kann per definitionem keine allgemeine Definition von PLE geben, sondern nur eine private (Schulmeister)." Anschliessend fokusiert Herr Schulmeister seine Ausführungen auf das LERNEN. Schulmeister meint, dass es einen grossen Unterschied mache, ob ein Lernender in einem Personal Learning Environment oder in einem Collaborative Learning Environment lerne. Denn gemäss neuesten Forschungsergebnissen stören nämlich Selbstreflexion und Kollaboration einander. Um seine Aussage zu untermauern, stellt er die beiden Projekte iClass und iCamp vor. Schulmeisters Thema ist und bleibt der "Digital Divide". Im Zentrum müsse die "Digital Literacy" stehen, welche die unterschiedlichen Lernstrategien und unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der Lernenden berücksichtige - hier stimme ich Schulmeister natürlich zu. Die Diversität der Lernenden müsse im Mittelpunkt unseres Interesses stehen! Problematisch sei, dass unterschiedliche Geschwindigkeiten sich aktuell entwickeln: die Technik rast davon, während die Sozialisation der Jugendlichen weit weniger schnell verlaufe. Ein PLE ist und bleibe immer nur ein Teil einer Lernumgebung - auch hier stimmen wir Rolf Schulmeister natürlich vollumfänglich zu

Quelle: Rolf Schulmeisters Didaktisches Dreieck mit Lernszenarion als Mittelpunkt.
Meine Parallelpräsentation:

Quelle: http://prezi.com
Mein Workshop-Angebot:

Quelle: http://dokodare.kaywa.com

Prof. Dr. Beat Döbeli Honegger eröffnet wie gewohnt mit einigen spannenden Gedanken die diesjährige Fachtagung. In seinem Fokus steht primär die Entwicklung von Medien in der Schule der letzten Jahrzehnte bzw. Jahre hin zu einem Personal Learning Environment (PLE). Die heutige Tagung erweitert die bisherige Definition des Begriffs "Personal Learning Environments", welche bislang primär Software meinte, um die Komponente Hardware. Wie Handys, Notebooks und persönliche Netzwerke das Lernen verändern, soll mitunter auch im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Um das Potential heutiger Medien zu demonstrieren hat Beat seine Präsentation auf dem iPhone via Visualizer präsentiert. Somit liessen sich die Folien (Export ins JPEG, Import ins iPhone als Bilder) auf dem iPhone auch zoomen bzw. von Hand verschieben. Im Herbst 2009 startet übrigens die Projektschule Goldau ein Pilotprojekt mit iPhones in einer 5. Schulklasse - etwas neidisch bin ich da schon.
Prof. Dr. Michael Kerres spricht in seinem Referat zum Thema "Personal Learning Environments: Von der Lehr- und Lernplattform?". Lernplattformen müssen gemäss Michael Kerres neu konzipiert werden, um dem veränderten Internetnutzungsverhalten der heutigen Lernenden gerecht zu werden.
Interessant: Murrender, nicht-zustimmender, O-Ton hinter mir in der Sitzreihe von Prof. Dr. Rolf Schulmeister. Herr Schulmeister vertritt ja die These, dass es eine Net-Generation gar nicht gibt (Gibt es eine Net Generation? Version 2.0, Hamburg 2008, 132 Seiten). Da ich in dieser Sache nicht seiner Meinung bin, nutze ich die Gelegenheit und weise ihn auf das Buch Generation Internet (2008). Die digital Natives: Wie sie leben - Was sie denken - Wie sie arbeiten von John Palfrey und Urs Gasser hin. Zuerst quittiert Prof. Schulmeister meinen Hinweis mit Stöhnen - "Noch so ein Buch!" - dann mit erhöhtem Interesse und teilweiser Zustimmung liest er einige Seiten und blättert im Literaturverzeichnis. Immerhin hat das Buch Generation Internet Schulmeisters Interesse geweckt und vielleicht provozierte es ihn zu einer 3. Version seines Arbeitsberichtes.
Herr Kerres stellt uns währenddessen als mögliche PLE-Lösung das Tool Drupal - open source content management platform vor. Komponenten eines Personal Learning Environment seien Aggregation, Content Creation, Asset Sharing, Collaboration, IM / Conferencing, Social Networks; aber auch Selbstlernen, Kooperation, Projekte, Individualisierung, Lernorganisation und Infrastruktur gehören dazu.

Quelle: Prof Dr. Kerres zu Schul-IT 1.0 versus 2.0
Dr. Heike Schaumburg erläutert unter dem Titel "Notebooks als Personal Learning Environments." Ergebnisse eines Modellversuchs zur Nutzung persönlicher Notebooks in der Schule. Voraussetzung, dass ein Notebook als Personal Learning Environment sei, dass es ein persönliches Lerninstrument ist. Notebookwagen bzw. Notebooks in Computerräumen und dgl. gehören also nicht dazu. Zentral für eine intensive Nutzung von Notebooks an den Schulen ist gemäss des Modellversuchs eine gute Infrastruktur und entsprechender Support - eigentlich nichts Neues.
Prof. Dr. Rolf Schulmeister referiert zum Thema "PLE zwischen Alltäglichem und Besonderem: Was konstituiert eigentlich eine LERNumgebung?". Zuerst zeigt er auf aufdrucksvolle Weise, wie sich sein Personal Learning Environment in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Zu seiner PLE gehören selbstverständlich immer auch Bücher, Menschen, persönliche und berufliche Netzwerke und nicht nur Tools und entsprechende Software. "Es kann per definitionem keine allgemeine Definition von PLE geben, sondern nur eine private (Schulmeister)." Anschliessend fokusiert Herr Schulmeister seine Ausführungen auf das LERNEN. Schulmeister meint, dass es einen grossen Unterschied mache, ob ein Lernender in einem Personal Learning Environment oder in einem Collaborative Learning Environment lerne. Denn gemäss neuesten Forschungsergebnissen stören nämlich Selbstreflexion und Kollaboration einander. Um seine Aussage zu untermauern, stellt er die beiden Projekte iClass und iCamp vor. Schulmeisters Thema ist und bleibt der "Digital Divide". Im Zentrum müsse die "Digital Literacy" stehen, welche die unterschiedlichen Lernstrategien und unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der Lernenden berücksichtige - hier stimme ich Schulmeister natürlich zu. Die Diversität der Lernenden müsse im Mittelpunkt unseres Interesses stehen! Problematisch sei, dass unterschiedliche Geschwindigkeiten sich aktuell entwickeln: die Technik rast davon, während die Sozialisation der Jugendlichen weit weniger schnell verlaufe. Ein PLE ist und bleibe immer nur ein Teil einer Lernumgebung - auch hier stimmen wir Rolf Schulmeister natürlich vollumfänglich zu

Quelle: Rolf Schulmeisters Didaktisches Dreieck mit Lernszenarion als Mittelpunkt.
Meine Parallelpräsentation:
Next-Generation E-Learning Environment – erste Erfahrungen mit dem Open Source E-Portfolio System Mahara.Für meine Präsentation habe ich anstatt Powerpoint erstmals das Online-Tool Prezi (beta) verwendet. Mit Prezi lassen sich Texte, Pfeile, Bilder, Videos wie bei einem Mindmap beliebig auf einer unbegrenzeten Seite platzieren lassen. Mit der Angabe von Pfaden lässt sich dann die Präsentation von einem Objekt zum nächsten steuern; wobei jeweils das aktuelle Objekt bildschirmfüllend gezoomt wird.
Wie könnte eine Next-Generation E-Learning Umgebung aussehen? E-Portfolios werden häufig als wichtiger Bestandteil eines solchen Personal Learning Environments (PLE) in der Schule betrachtet. Der Referent erläutert, wie E-Portfolios an der Pädagogischen Hochschule des Kantons St.Gallen eingesetzt werden und berichtet über erste Erfahrungen mit dem Open Source E-Portfolio System Mahara.

Quelle: http://prezi.com
Mein Workshop-Angebot:
Microlearning - Aktuelle Trends des mobilen Lernens.
Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in aktuelle Trends des mobilen Lernens. Microlearning (deutsch: Mikrolernen) meint Lernen in kleinen Lerneinheiten und kurzen Schritten. Allgemein verweist der Begriff „Microlearning“ auf die Mikro-Aspekte im Kontext von Lern-, Ausbildungs- und Trainingsprozessen. Im Workshop „Microlearning“ werden folgende Inhalte praktisch vermittelt und auch selber erprobt:
Programm:
• Einführung ins Mobile Tagging
• Mobile Tags nutzen
• DokoDare - ein ortsbezogener mobiler Service
• weitere Beispiele zum Micro-Blogging

Quelle: http://dokodare.kaywa.com




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