[video] Seid Ihr Digital Natives? - Studenten der TU Ilmenau zur Arbeitswelt der Zukunft

Leitmedium der Generation Z

Ich habe mich schon häufiger gefragt, wie die Generation nach der Generation Y (Millennials, Gen Y, Digital Natives) bezeichnet wird. Sie wird etwas einfallslos Generation Z genannt. Gemeint sind die heutigen Teenager und Kids, die ungefähr zwischen 1994 und 2004 geboren wurden. Und somit gehören auch unsere vier Kinder zu dieser Generation Z.

Natürlich handelt es sich auch hier lediglich um eine ungefähre Zeitangabe (gemäss Wikipedia: "...people born between the early 1990s and the early 2010s."). Weitere Bezeichnungen sind "Dreamer Generation", "Generation I" (Internet Generation oder einfach Net Generation), "Generation@" und "Generation 9/11" (in Anlehnung an die Kinder, die zum Zeitpunkt der Terroranschläge vom 9. September 2001 zehn Jahre alt oder jünger waren). Der Begriff "Net Generation" scheint mir hingegen etwas verwirrend, da diese Bezeichnung häufig im Kontext mit den Digital Natives der Generation Y verwendet wird (z.B. Schulmeister. Gibt es eine Net Generation?). Diese Begriffsverwirrung dürfte mitunter auch ein Grund dafür sein, weshalb ich nie ganz Schulmeisters Schlussfolgerung zur Net Generation zustimmen konnte. Ich selber hatte bislang die Bezeichnung "2. Generation der Digital Natives" bzw. den Begriff "Next Generation" verwendet. Deshalb heisst dieses Blog übrigens auch "Nextgeneration Learning".

Generation Google
Foto von Colleen Proppe CC by.


Betrachtet man die heute lebenden Generationen, dann kann man - gemäss dem Medienpädagogen Daniel Süss - Zäsuren im Abstand von jeweils 10 bis 15 Jahren feststellen, die durch unterschiedliche Leitmedien geprägt sind. Unter einem Leitmedium wird ein Medium verstanden, das eine hohe Verbreitung hat, intensiv genutzt wird, zahlreiche Funktionen wahrnimmt und zu dem viele Menschen eine hohe Bindung aufweisen (Süss, 2010). Es stellt sich also die Frage, welches Leitmedium für die Generation Z massgebend ist.
Ich meine, dass gleich zwei Medien, nämlich das Internet (genauer das World Wide Web) und das Mobiltelefon (Handy), als Leitmedien der Generation Z gelten dürfen
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Prägende Innovation für diesen Zeitraum waren 1994 das WWW, 1998 die Suchmaschine Google, 2001 iPod und Wikipedia, 2003 Second Life und My Space, 2004 Skype, Facebook und Flickr. Erst später kamen dann 2005 Youtube, 2006 Twitter und 2007 das iPhone. Die technologgische Entwicklung des Mobiltelefons reicht natürlich noch viel weiter zurück. Im Jahr 2004 kamen die ersten Mobiltelefone mit einer Fotokamera auf den Markt. Anschliessend wurde das Handy auch Thema in den Schulen, weil Teenager und Kids der Generation X zunehmend über ein eigenes Handy verfügten. Daraufhin startete ich 2005 übrigens auch mein zweites Weblog "mobile at school blog". Das Leitmedium für die Generation Y ist vermutlich der Personal Computer (PC), während für meine Generation X und die Baby-Boomer wohl das Fernsehen als Leitmedium gelten dürfte.

Und was kommt nach der Generation Z? Die Generation Alpha (Gen A) – geboren zwischen 2004 und 2014. Weil es sich hier um die erste Generation handelt, die vollständig nach der Jahrtausendwende geboren wurde bzw. noch geboren wird. Welches wird wohl das Leitmedium dieser Generation sein?!

JAMES-Studie und JIM-Studie 2010

In diesen Tagen sind gleich zwei Studien erschienen, die das Medienverhalten von deutschsprachigen Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren untersuchten:

In der JAMES-Studie (Jugend, Aktivitäten, Medien Erhebung Schweiz) hat die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit Unterstützung der Swisscom das Mediennutzungsverhalten von rund 1'000 Schweizer Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren untersucht. Der Forschungsbericht zur JAMES-Studie soll Ende 2010 verfügbar sein. Erste Zwischenergebnisse gibt es hier.

Für die JIM-Studie (Jugend, Information, (Multi-) Media), welche jedes Jahr den Medienumgang der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland untersucht, wurden im Frühsommer 1'208 Jugendliche telefonisch befragt. Nachstehend die wichtigsten Ergebnisse:


Das Internet ist unbestritten ein fester Bestandteil des Alltags junger Menschen. Neben vielen Chancen stehen in der Öffentlichkeit oft die problematischen Aspekte im Vordergrund. Jugendliche sind sich den Gefahren im Internet durchaus bewusst. Während allerdings in der öffentlichen Wahrnehmung mehr „Grooming“ und sexuelle Anmache in der Diskussion stehen, sind aus Sicht der Jugendlichen eher Abzocke und Datenmissbrauch/-manipulation sowie Viren das Problem. Auch Cybermobbing wird von Jugendlichen als Gefahr wahrgenommen. Immerhin kann jeder vierte Jugendliche berichten, dass in seinem Freundeskreis schon einmal jemand im Internet fertig gemacht wurde.

Jugendliche verbringen aktuell 138 Minuten pro Tag im Internet, überwiegend nutzen sie diese Zeit zur Kommunikation – meist in Communities und mit Instant Messenger. Soziale Netzwerke im Internet haben eine starke Anziehungskraft auf Jugendliche. Jeder Zweite zwischen 12 und 19 Jahren loggt sich täglich in seiner Online-Community ein, die meisten von ihnen sogar mehrmals täglich. Der Austausch über Bilder, Einträge, Kommentare und Statusmeldungen über soziale Netzwerke ist somit die am häufigsten verwendete Kommunikationsform im Internet.

Zwei Drittel der jugendlichen Onliner haben Fotos oder Filme von sich ins Netz gestellt, jeder Vierte hat dort seine Instant Messenger Kontaktdaten gepostet. Doch haben viele Jugendliche inzwischen dazugelernt: Die Bereitschaft persönliche Daten im Internet zu verbreiten ist gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Zudem verwenden immer mehr Jugendliche sogenannte „Privacy-Optionen“. Diese Konfigurationsmöglichkeiten, die die Daten nur für einen bestimmten Personenkreis sichtbar zu machen, nutzen zwei Drittel der Jugendlichen.
Quelle

Martin Hofmann

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Martin Hofmann

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[video] The Essay

[video] 3sat – Digital Natives

3sat hat einen Fernsehsendung über Digital Natives gemacht und kann entweder als Streaming-Video oder als Download in voller Länge (42:52min) angeschaut werden:

Digital Natives - Die Ureinwohner des World Wide Web
Grob gesagt handelt es sich bei den Eingeborenen des Netzes um die nach 1980 Geborenen. Es sind diejenigen unter uns, die nie in einer Welt ohne Internet, Handys, Videospielen und all den anderen Werk- und Spielzeugen des digitalen Zeitalters gelebt haben.


Hier der 1. von 5 Teilen, die direkt auf Youtube angeschaut werden können.


Digital Natives (5/5) zum Thema "Erziehung":

[video] Le film "Digital Natives"

Die nachfolgende französische Fassung des Videos "Digital Natives" fokusiert die Bedürfnisse von StudentInnen aus der Westschweiz. Im Mittelpunkt stehen Fragen und Antworten zur e-Culture.


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