Rückblick auf 2 Kurstage zum Pädagogischen Support: ICT-Beratung für Informatikverantwortliche
Der FREITAG, 17.6.2011, war dem Inhalt Coaching und Beratung von Lehrpersonen im ICT-Bereich gewidmet. Durch diesen Kurstag führten unterhaltsam und sehr informativ die beiden engagierten ExpertInnen Heidi Paulsen, Dipl. Psychologin und Psychotherapeutin, und Theo Byland, ehem. Mittelschullehrer, ICT-Didaktiker und Educoach. Brillant waren ihre Inputs und Erklärungen zu den Themen: Wie werden Fleischliebhaber Vegetarier? (Zur Frage der Motivation), Die Beratung als kommunikativer Akt (Mit vier Ohren hören), Beratungswerkzeuge sowie Die Beratungssituation: bedeutsame psychologische Aspekte. Diese Inputs lieferten den Kursteilnehmenden die Basis zu den Atelier-Aufgaben mit konkreten Beratungssituationen, welche sie in Gruppen am Nachmittag in Rollenspielen einübten und einzelne Szenen als Kurzvideos selber filmten. Die Videos mit den Rollenspielen wurden anschliessend im Plenum angeschaut und teils heftig und kontrovers diskutiert. Im Rückblick zum Tag wurde mir nochmals bewusst, dass es ein absoluter Glückfall war, einen Fachmann für Fragen zum Coaching im Bildungsbereich (Educoach) und eine Fachfrau für Beratungsfragen (Psychologin) als Kursleitungs-Team gefunden und engagiert zu haben. So gelang es Paulsen/Byland immer wieder, uns wichtige Hintergrundinformationen und Erklärungen zu schwierigen Beratungssituationen im Alltag eines Informatikverantwortlichen zu vermitteln.
Sie sind auf dem Nachhauseweg. Vor dem COOP treffen Sie K, der bei Ihnen letzthin Rat gesucht hat betreffend Herstellung und Gestaltung einer Klassenwebsite.
- Und? Hat‘s geklappt? Steht die Site im Web? fragen Sie.
- Klar doch! Toll! sagt K leicht betrübt.
Beispiel einer Atelier-Aufgabe
Am SAMSTAG, 18.6.2011, tauschten sich die Teilnehmenden in stufenspezifischen Gruppen zu Fragestellungen rund um den ICT-Einsatz aus: Welche Erfahrungen mache ich bei der Umsetzung von Ideen auf meiner Stufe? Wie organisiere ich den Unterricht? Wo hole ich mir Knowhow? Wie tauschen wir uns im Kollegium aus? Wo sind Stolpersteine? Jede Gruppe wurde von einer Stufenvertretung moderiert, die Erfahrung im Einsatz von ICT im Unterricht hat. Danach beschäftigten sich die Kursteilnehmenden mit dem Thema "Unterrichtsoftware" - hierzu kam einmal mehr die Methode Gruppenpuzzle zum Einsatz.
Am Nachmittag erhielten die Teilnehmenden eine praktische Einführung ins Thema "Social Media - Twitter, Facebook & Co" und diskutierten anschliessend Themen wie "Gesichtserkennung auf Facebook", "Twitter for Educators" oder "Facebook for Kids". Die Diskussion wurde zeitgleich von einzelnen Kursteilnehmenden via Twitter begleitet, deren Tweets über eine Twitterwall (http://twittbee.de/cas10/) auch gleich für alle sichtbar wurden. Eine spannende Einsatzmöglichkeit zu Twitter in der Schule präsentierte der Kursteilnehmende Jürg Germann, der schnell und unkompliziert auf seiner Klassenhomepage (passwortgeschützt) regelmässig für seine SchülerInnen relevante Nachrichten (z.B. Hinweise zu den Hausaufgaben, zur Unterrichtsorganisation, zu bevorstehenden Exkursionen und dgl.) über ein Twitter-Widget publiziert.

Twitter als Newsbörse für die eigene Klasse
Besonders viel Diskussionsstoff lieferte hingegen der aktuelle "Fall Flurina": Als gut-gemeintes, aber sicherlich misslungenes, Präventionsprojekt hatte sich ein Pädagoge (Student der Fachrichtung Soziale Arbeit) unter falschem Namen auf Facebook als 16 jährigen Flurina ausgegeben, um zukünftige MitschülerInnen auszuhorchen.

Twitterwall (Ausschnitt aus der Diskussion)
Zum Abschluss der beiden Kurstage kam die Methode "Lernapéro" zum Einsatz, bei der Lernen und Apéro(stimmung) eine Einheit bilden. An fünf Stehtischen präsentieren einzelne Teilnehmende ihr Knowhow zu einem frei gewählten Thema mit Bezug zum Pädagogischen Support ("Ich zeige mein Knowhow"). Die übrigen Teilnehmenden inkl. Studienleitung verteilten sich auf die verschiedenen Tische. Die Knowhow-Träger an den Tischen lancierten während rund 15 Minuten das Thema und regten zur Diskussion an. Alle Tische wurden im Turnus von den Teilnehmenden besucht.




