19. November 2007
SFEM 2007 zu Open Access - Gratiskultur im Wissens- und Bildungsbereich?
Unter dem Patronat der Bundeskanzlei fand am 15./16. November 2007 das Swiss Forum for Educational Media (SFEM) zu "Open Access - Gratiskultur im Wissens- und Bildungsbereich? in Bern statt. Open Access steht für den freien und kostenlosen Zugang zu Wissen und zieht Veränderungen für Forschung und Wissenschaft, für Lehren und Lernen, Aus- und Weiterbildung, aber auch für das Verlags- und Zeitungswesen, die Medien und Software produzierende Wirtschaft nach sich.
Das SFEM 2007 wurde mit einem Vortrag von Frau Bundesrätin Doris Leuthard eröffnet und mit einer Rede von Frau Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz geschlossen. Interessante Keynotes hielten u.a. Frau Prof. Dr. Andrea Back von der Uni SG zum Thema "Open Educational Ressources in der Web 2.0-Bewegung: Facetten der Freiheit, zu Lehr-/Lernmaterialien beizutragen und diese zu nutzen" sowie SF-Direktorin Ingrid Deltenre zu "Open Access und Bildungsauftrag - Herausforderung und Chance für das Schweizer Fernsehen". Während diesen zwei Tagen trafen sich Akteure und Entscheidungsträger aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Medien, Verwaltung, Verbänden und Politik in diversen Workshops zu Expertengesprächen. Ich selber nahm am Workshop "Orientierung bieten in Lern-Portfolios - Kompetenzraster als GPS fürs Lernen" teil, der von Yvonne Vignoli und Andy Hediger moderiert wurde. Nachstehend die Resultate aus unserem Workshop:

Quelle: lernenzwei.ch
Fazit zum SFEM 2007:
Das diesjährige SFEM-Thema Open Access - Gratiskultur im Wissens- und Bildungsbereich? ist m.E. zu wenig zum Tragen gekommen. Dies obwohl Open Access im Titel zahlreicher Workshops vorkam. Mit Ausnahme von Frau Prof. Dr. Andrea Back hatten auch die meisten Keynote-Speaker eher Mühe, das Thema "Open Access" vertieft darzustellen. Schade, denn in der Dokumentenmappe finden sich wertvolle Hinweise wie beispielsweise jener über die Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen. Wenig ergiebig waren zudem die jeweiligen Synthesen und Diskussionen aus den Workshops im Plenum. Mir nicht verständlich ist, warum keinerlei Medien wie beispielsweise ein Wiki, ein Blog, Twitter, Live-Übertragungen u.ä. während dem Swiss Forum for Educational Media (SFEM) eingesetzt wurden. So könnten die Resultate aus den Keynotes und Workshops ohne Verzögerung den Teilnehmenden noch während der Tagung verfügbar gemacht werden. Ein Tagungsband mit den wichtigsten Ergebnissen zum SFEM 2007, der erst ein Jahr später Buch erscheint, ist sicherlich eine schöne Erinnerung. Jedoch dient diese Form der Wissensvermittlung heutigen Erfordernissen nach einer möglichst raschen Verbreitung der Informationen sicherlich nicht mehr. Ausserdem vermisste ich als Wissensarbeiter schmerzlichst Open Access zum Internet; lediglich die Aula war mit einem schwachen WLAN ausgestattet. Auch müssten m.E. neue Formen für den Austausch unter Experten gefunden werden, die das Forum etwas intensiver gestalten würden. Ein Musterbeispiel in dieser Hinsicht war die Microlearning conference 2007 in Innsbruck, welche mit Café Sessions, Classroom Without Walls, Speedgeeking, Agora und dgl. neue Wege des Wissenstranfers unter ExpertInnen beschritt.
Informationen zu Open Access und Open Educational Resources:
Quelle: PI_OpenAccess
Das SFEM 2007 wurde mit einem Vortrag von Frau Bundesrätin Doris Leuthard eröffnet und mit einer Rede von Frau Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz geschlossen. Interessante Keynotes hielten u.a. Frau Prof. Dr. Andrea Back von der Uni SG zum Thema "Open Educational Ressources in der Web 2.0-Bewegung: Facetten der Freiheit, zu Lehr-/Lernmaterialien beizutragen und diese zu nutzen" sowie SF-Direktorin Ingrid Deltenre zu "Open Access und Bildungsauftrag - Herausforderung und Chance für das Schweizer Fernsehen". Während diesen zwei Tagen trafen sich Akteure und Entscheidungsträger aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Medien, Verwaltung, Verbänden und Politik in diversen Workshops zu Expertengesprächen. Ich selber nahm am Workshop "Orientierung bieten in Lern-Portfolios - Kompetenzraster als GPS fürs Lernen" teil, der von Yvonne Vignoli und Andy Hediger moderiert wurde. Nachstehend die Resultate aus unserem Workshop:

Quelle: lernenzwei.ch
Fazit zum SFEM 2007:
Das diesjährige SFEM-Thema Open Access - Gratiskultur im Wissens- und Bildungsbereich? ist m.E. zu wenig zum Tragen gekommen. Dies obwohl Open Access im Titel zahlreicher Workshops vorkam. Mit Ausnahme von Frau Prof. Dr. Andrea Back hatten auch die meisten Keynote-Speaker eher Mühe, das Thema "Open Access" vertieft darzustellen. Schade, denn in der Dokumentenmappe finden sich wertvolle Hinweise wie beispielsweise jener über die Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen. Wenig ergiebig waren zudem die jeweiligen Synthesen und Diskussionen aus den Workshops im Plenum. Mir nicht verständlich ist, warum keinerlei Medien wie beispielsweise ein Wiki, ein Blog, Twitter, Live-Übertragungen u.ä. während dem Swiss Forum for Educational Media (SFEM) eingesetzt wurden. So könnten die Resultate aus den Keynotes und Workshops ohne Verzögerung den Teilnehmenden noch während der Tagung verfügbar gemacht werden. Ein Tagungsband mit den wichtigsten Ergebnissen zum SFEM 2007, der erst ein Jahr später Buch erscheint, ist sicherlich eine schöne Erinnerung. Jedoch dient diese Form der Wissensvermittlung heutigen Erfordernissen nach einer möglichst raschen Verbreitung der Informationen sicherlich nicht mehr. Ausserdem vermisste ich als Wissensarbeiter schmerzlichst Open Access zum Internet; lediglich die Aula war mit einem schwachen WLAN ausgestattet. Auch müssten m.E. neue Formen für den Austausch unter Experten gefunden werden, die das Forum etwas intensiver gestalten würden. Ein Musterbeispiel in dieser Hinsicht war die Microlearning conference 2007 in Innsbruck, welche mit Café Sessions, Classroom Without Walls, Speedgeeking, Agora und dgl. neue Wege des Wissenstranfers unter ExpertInnen beschritt.
Informationen zu Open Access und Open Educational Resources:
Open Access steht für den unbeschränkten und kostenlosen Zugang zu wissenschaftlichen Informationen im Internet. Es geht im Wesentlichen um die Schaffung optimaler Strukturen des Wissensaustausches in der Informationsgesellschaft und um die Erkenntnis, dass „Wissen“ umso schneller wächst, je mehr es ausgetauscht wird. Wissen ist unbestreitbar die wichtigste Ressource der Zukunft und in einer globalisierten Welt unerlässliche Grundlage für Wirtschaft und Gesellschaft.
Open Educational Resources ist der Spezialbegriff für Open Access in den Bildungsmedien. Von ganz besonderer Bedeutung ist das von der EU-Kommission finanzierte OLCOS-Programm. OLCOS steht für Open e-Learning Content Observatory Services. Die jüngste, äusserst wichtige Publikation vom Januar 2007 trägt den Titel: Open Educational Practices and Resources. OLCOS Roadmap 2012. Download (rund 150 Seiten): http://www.olcos.org/cms/upload/docs/olcos_roadmap.pdf
Hierin wird ausgeführt, dass es noch keine autorisierte Definition von Open Educational Resources gebe. Unter Expertinnen und Experten werde darunter jedoch verstanden, dass der Content nicht nur kostenfrei verfügbar sei, sondern auch zur Wiederverwendung zur Verfügung stehe, geändert und angereichert werden dürfe, ja solle, da nur so die Bildungsmedien aus Theorie und Praxis und für die Praxis ständig verbessert werden könnten.
Quelle: PI_OpenAccess




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