Für einmal war das St. Galler Tagblatt mit der wichtigen News für Musik- und Mozart-Freunde schneller als der Webtipp des PCtipp-Newsletter vom Dienstag, 12. Dezember 2006: Das gesamte Notenwerk von Wolfgang Amadeus Mozart gibt es ab sofort gratis im Internet unter http://dme.mozarteum.at . Anscheinend haben die Betreiber der Website aber noch mit einige technische Problemchen zu kämpfen.

Das Gesamtwerk von Wolfgang Amadeus Mozart findet sich ab heute gratis im Internet (unter http://dme.mozarteum.at ), wie die Internationale Stiftung Mozarteum bekannt gibt. Seit 1954 arbeitet die Stiftung an der neuen kritischen Gesamtausgabe. 122 der 127 geplanten Bände sind bereits erschienen und nun auch digitalisiert. "Selbst im afrikanischen Busch soll Mozarts Werk auf höchstem wissenschaftlichen Niveau ab sofort gratis verfügbar sein", so Johannes Honsig-Erlenburg, der neue Präsident der Salzburger Mozart-Institution.
Mozart ist der erste Komponist der vollständig online gestellt wurde. 25'734 Noten-Seiten lang ist das Werk, dazu kommen 8'441 Seiten kritischer Kommentar. Gesucht werden kann nach KV-Nummern, nach Tonarten, Werkgattungen, Namen, Titel, Rollen- oder Tempobezeichnungen.
400'000 Euro hat die Stiftung dem Bärenreiter-Verlag für den Ausfall künftigen Verdienstes abgegolten. Finanziert hat das Unternehmen das kalifornische Packard Humanities Institute mit der Stiftung Mozarteum. Welche Verluste die Verlage erleiden, soll beobachtet werden. "Die freie Verfügbarkeit der Musik" steht für die beiden Stiftungen aber an erster Stelle. (sda)

Quelle: St. Galler Tagblatt vom 12. Dezember 2006.

Die Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg (ISM) hat das Gesamtwerk von Mozart digitalisiert und frei zugänglich ins Internet gestellt – zum Ansehen und Ausdrucken. Das Projekt basiert auf der gedruckten «Neuen Mozart-Ausgabe», die von Musikwissenschaftlern aus aller Welt in den letzten 50 Jahren erarbeitet wurde. Sie umfasst über 24'000 Notenseiten und mehr als 8000 Seiten kritischer Kommentare. Sie können im Web nach Kriterien wie Tonarten, Werkgattungen und Titeln durchforstet werden. Im Laufe der nächsten Jahre soll die Mozart-Seite durch Hörbeispiele und verschiedene interaktive Anwendungen ergänzt werden.

Quelle: PCtipp-Newsletter vom Dienstag, 12. Dezember 2006.