interactive classroom seminar in Winterthur

Heute findet ein interactive classroom seminar an der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur statt. Eingeladen zum Seminar "Interaktives Lernen in Schweizer Schulen" hat die Firma SMART Technologies, welche primär durch das SMART Board, ein interaktives Whiteboard (elektronische Wandtafel) bekannt ist.
interactive classroom seminar

Das Seminar eröffnet Adrian von Sury von der Firma Novia AG mit einigen etwas sonderbaren Ausführungen zu "ICT in Schulen" ("das Wichtigste an ICT ist die Wiederverwendbarkeit") und einigen Aussagen zur Firma SMART Technologies. Hellhörig machte mich die Ankündigung des neuen Produkts "SMART Notebook SE" - einem USB-Stick inkl. der SMART Notebook Software für Studierende (Student Edition). Die Lernenden können ab diesem USB-Datenspeicher die SMART Notebook Software direkt starten und auch die erstellten Materialien auf diesem Stick abspeichern. Geplant ist das Produkt "SMART Notebook SE" als Klassensatz an die Schulen zu bringen.


Der Pädagoge Marc Andrew Jewkes aus Frederikshavn Dänemark berichtet über seine Erfahrungen mit dem SMART Board im skandinavischen Schulalltag:
Mark Andrew Jewkes
- Unterrichtsgestaltung mit dem SMART Board
- Vor- und Nachbereitung von Schulstunden
- Hausaufgaben
- Elternarbeit
- Zusammenarbeit im Kollegium

Mich interessieren natürlich primär die didaktische Potentiale von interaktiven Whiteboards für den Schulunterricht.

Für den dänischen Geographie- und Geschichtslehrer Marc Andrew Jewkes ist die Möglichkeit aus der Board-Gallerie Ressourcen (Bilder, Audio, Video) für seinen Unterricht zu holen, eine grosse Erleichterung und auch Motivation. Seine SchülerInnen haben Zuhause die SMART Notebook-Software auf den privaten Computern installiert; ebenso findet sich die Software auf den Computern der Schule. Das SMART Board wird von den dänischen SchülerInnen häufig für eigene Präsentationen im Schulunterricht eingesetzt.
  • Meine Frage: Wodurch unterscheidet sich eine SchülerInnen-Präsentation am SMART Board von SchülerInnen-Präsentationen mit Powerpoint?
  • Antwort von Herr Jewkes: Die SMART Notebook Software sei für die SchülerInnen intuitiver, einfacher zu bedienen als Powerpoint. Powerpoint müssten die SchülerInnen zuerst "lernen", am interaktiven Whiteboard gehe es viel spielerischer. Hinzu komme, dass die Ressourcenbibliothek hervorragendes zusätzliches Bildmaterial bereit hält.
  • Antwort einer Teilnehmerin: SchülerInnen können an einer elektronischen Wandtafel während ihren Präsentation interaktiv sein. Im Gegensatz zu Powerpoint-Präsentationen können während einer Präsentation beispielsweise Zuordnungsübungen oder schriftliche Ergänzungen der Teilnehmenden etc. mit in die Vorstellung am Board einfliessen. - Ein wirklich überzeugendes Argument, so meine ich!

Begeistert ist Herr Jewkes zudem von den Möglichkeiten, das Internet mit dem SMART Board zu verbinden sowie Unterrichtsmaterialien von Schulverlagen mit dem interaktiven Whiteboard zu nutzen. Zudem schätzt er den Austausch von SMART-Folien mit anderen Kolleginnen und Kollegen und selbstverständlich die Wiederverwendbarkeit seiner am Board hergestellten Materialien. Für den dänischen Lehrer ist ein Unterricht ohne interaktives Whiteboard heute nur noch schwer vorstellbar.


Peter Niklaus vom Schulverlag blmv AG präsentiert im Stil von Kabarett Rotstift sehr humorvoll und ironisch den Einsatz von SMART Boards. Herr Niklaus sieht nachstehende Einsatzformen an interaktiven Wandtafeln:
- instruieren
- moderieren
- präsentieren
- dokumentieren

Digitale Medien für interaktive Wandtafeln sind vom Schulverlag blmv (siehe Mediendatenbank) in Planung. Als erstes Produkt wird ab 2010 das Französisch-Lehrmittel Bonne-Chance zusätzlich mit digitalen Materialien (u.a. auch fürs SMART Board) erhältlich sein. Problematisch für Schulverlage ist das Copyright. Diverse Lehrpersonen beginnen Lehrmittel zu digitalisieren, um diese auch auf dem Board zu nutzen. Solange die Lehrpersonen diese Materielien nicht öffentlich für den eigenen Unterricht gebrauchen, ist dieses Vorgehen von den Lehrpersonen jedoch unproblematisch. Der Schulverlag blmv überlegt sich u.a. Lektionen fürs Board mit Folien als digitales Zusatzmaterial anzubieten.

CampusTV - Studierende machen Fernsehen

Noch vor den Ostern fand an der Pädagogischen Hochschule des Kantons St.Gallen (PHSG) unter der Leitung von Jérome Zgraggen und Martin Hofmann eine Blockwoche zum Thema "CampusTV - Studierende machen Fernsehen" statt.

Die teilnehmenden Studierenden konnten dabei erfahren, wie ein CampusTV - Hochschulfernsehen - aufgebaut ist. Dies geschah über diverse Zugänge wie konkrete Aufträge zu TV-Sendungen, Videos als Präsentationsplattform einer Schule, die Verbreitung via Video-Podcast oder Video-Blog etc. Zur Einstimmung und Vorbereitung diente den Studierenden der Videoguide vom Schweizer Fernsehen. Während der Blockwoche wurde ein Prototyp eines möglichen CampusTV von Studierenden für Studierende entwickelt. Dabei produzierten die Student/innen während einer Woche in 2er-Teams mit Unterstützung des Fernsehprofis Marco Hess eigene Video-Beiträge über das Leben rund um den Hochschul-Campus. Die Videobeiträge lassen sich für PHSG-Angehörige auf Youtube anschauen - aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes und auf Wunsch der interviewten Personen ist der Zugang jedoch nicht öffentlich.

Ein besonderes Highlight für alle Beteiligten war sicherlich der Besuch beim Ostschweizer Regional-Fernsehen Tele Ostschweiz. Während einem Tag durften die Studierenden hinter die Kullissen von Tele Ostschweiz blicken. Der Morgen startete mit einem Teambriefing, los ging es dann mit einem VJ (Videojournalisten) auf Tour, den Höhepunkt bildete die Livesendung am Abend. Ein herzliches Dankeschön an den Redaktionsleiter Felix Merz und sein Team, die uns dieses tolle Erlebnis ermöglicht haben!

Geplant ist, das CampusTV an der Pädagogischen Hochschule des Kantons St.Gallen (PHSG) zu einem festen Bestandteil zu entwickeln. Dabei könnte das Hochschulfernsehen ein wichtiges Sprachrohr für unsere Studierenden sein und in regelmässigen Abständen über die Aktivitäten rund um den Hochschul-Campus berichten. Obwohl die Teilnehmenden mit grosser Begeisterung dabei waren und grundsätzlich auch bereit sind, weiterhin TV-Beiträge über den PHSG-Campus zu produzieren, dürfte die grösste Herausforderung die mangelnden zeitlichen Ressourcen der Studierenden sein. Hier gilt es noch ein entsprechendes Anreizsystem zu finden.

Nachstehend einige visuelle Eindrücke:
TVO (1)
TVO (2)
TVO (3)

Der Handyroman - ein Genre mit Potential

Soeben habe ich meinen ersten Handyroman gelesen. Obwohl ich anfangs eher skeptisch war, ob sich ein Roman wirklich genussvoll am Handy lesen lässt, bin ich nun überzeugt, dass der Handyroman einiges an Potential für die Zukunft hat.


Handyromane sind kurze, in knappen Sätzen geschriebene Geschichten, welche unterwegs auf dem Display eines Mobiltelefons (schweizerdeutsch: Handy) gelesen werden. In Japan sind Handyromane bereits ein grosser Trend - Hunderte von AutorInnen und Verlage haben sich auf diese Art der Literatur spezialisiert. Beinahe jeder 2. Roman-Bestseller in Japan ist ein Handyroman. Die Handyromane werden von den japanischen AutorInnen teils auch auf dem Mobiltelefon geschrieben. In Europa steht der Handyroman erst am Anfang. Deutschsprachige Handyromane können beispielsweise in Deutschland und Österreich (in der Schweiz ab Frühjahr 2009) auf speziellen Webseiten wie MOBILEBOOKS von Blackbetty für nur 3 Euro direkt auf Handy geladen werden.

"Lucy Luder und der Mord im studiVZ", so lautet der Titel meines gelesenen Handyromans. Der Roman handelt von einer 20-jährigen Jurastudentin in Berlin, die in ihrer WG in Charlottenburg ein Detektivbüro betreibt und einem Mord im virtuellen StudentInnen-Netzwerk studiVZ aufklärt. Der Handyroman-Autor und Wissenschaftler Oliver Bendel hat noch einen weiteren Handyroman mit der Protagonistin verfasst: Lucy Luder und die Hand des Professors. Zur Gattung Youth-Books - fesselnde Geschichten für Jugendliche - gehört Oliver Bendels Geschichte lonelyboy18 findet catgirl14. Eben erst erschienen ist dieses Frühjahr Bendels erster Teil der Serie Handygirl. Part I. Unter dem Label SWISSBOOKS plant der aus Deutschland stammende und heute in der Schweiz wohnhafte Autor, künftig Schweizer Mundart-Romane fürs Handy zu schreiben. In praktisch allen Geschichten von Oliver Bendel gehören heutige Technologien wie Handys, studyVZ zum Alltag seiner Protagonisten bzw. kommen auch als Leitthema in der jeweiligen Story vor.

Lucy Luder1

Gelesen habe ich den Handyroman Lucy Luder und der Mord im studiVZ auf einem älteren java-fähigen Mobiltelefon Sony Ericcson K600i (Displaygrösse: B x H, 28 x 34,5 mm ). Mit der von mir gewählten Schriftgrösse mittel enthielt der Roman 525 Bildschrimseiten (Schriftgrösse klein: 383 Seiten; Schriftgrösse gross: 847 Seiten), wobei man einfach mit einem Klick eine Seite vor oder zurück navigieren kann. Im Menü des Handyromans lassen sich zudem konfortabel Lesezeichnen setzen, die Schriftgrösse anpassen, Blocksatz ein-/ausschalten sowie im Katalog nach weiteren Romanen suchen, Informationen zum Handybuch abfragen. Gelesen habe ich den Handyroman während ca. 3 Studen sowohl draussen an der herrlichen Frühlingssonne sowie auf einem Parkplatz im Auto und einige Kapitel auch im Bus und während der Bahnfahrt. Das Lesen am Handy war stets problemlos; einzig das dauernde Klicken für das Blättern der Bildschirmseiten ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Eine kurze Präsentation zum Handyroman habe ich mit Prezi erstellt. Umfangreiche Informationen zum Handyroman gibt es natürlich auch in Wikipedia bzw. auf Oliver Bendels zahlreichen Webseiten:
- www.handyroman.net
- www.oliverbendel.net
- www.lucyluder.net
- www.handygirl.info
- www.swissbooksnet

Twouble with Twitters

"Die nackte Wahrheit über Twitter" - nach Mandy Schiefner:


Quelle: http://current.com/items/89891774/twouble_with_twitters.htm