Google Office Opening Zurich - persönliche Eindrücke

Gestern erhielt ich eine Einladung zum Google Office Opening Zurich - an die Eröffnungsfeier des grössten Forschungszentrums von Google ausserhalb den USA. Da sagt man als täglicher Google-Nutzer natürlich nicht nein! Viele Fragen gehen mir durch den Kopf: Tragen die Mitarbeiter von Google an ihrer Eröffnungsfeier nun eine Krawatte oder T-Shirts? Stimmen wohl all die bislang gelesenen Gerüchte über die so völlig andere Google-Kultur? Wie sehen wohl die Büros aus, die sich die MitarbeiterInnen in Zürich als Arbeitsort ausgewählt haben? Was erfahre ich Neues über die Philosophie und das Erfolgsrezept von Google?

Google Office Opening Zurich

Als Vertreter des SVIA (Schweizerischer Verein für Informatik in der Ausbildung) mache ich mich also auf die Zugreise ans Google Office Opening nach Zürich. Doch wie komme ich am schnellsten zum neuen Gebäude des Suchmaschinen-Primus? Rasch noch vor der Abreise einen Blick auf Google Maps und dort erfahre ich die Reiseroute und das passende Transportmittel. Angekommen am Hauptbahnhof Zürch suche ich nun das Gleis 51, von dem die S-Bahn an den Bahnhof Zürich Enge fahren soll. Ich bin eine Minute zu spät und der Zug ist schon weg. Was nun? Ich starte einfach nochmals Google Maps auf meinem Mobiltelefon und lasse mich vom Routenplaner zu Fuss an die Brandschenkestrasse 110 führen. Zur Sicherheit frage ich ab und zu nach dem Weg, während mein Mobiltelefon ankündigt, das der Akku bald zuneige geht. Problemlos finde ich den Weg zum neuen Google-Bürogebäude in Zürich - die Google-Tools sind einfach eine tolle und nützliche Sache!

Google Empfang

Mit grosser Erwartung stehe ich nun mit zahreichen Gästen aus Wirtschaft und Politik in der Warteschlange, um mich für das Google Office Opening Zurich registrieren zu lassen. Ich erblicke in der Menge u.a. Ex-Botschafter Thomas Borer sowie die Zürcher Regierungspräsidentin Rita Furer. Unkompliziert und schnell wird mein Kärtchen gedruckt, danach geht es vorbei an den Sicherheitsbeamten und direkt in die Google-Mensa. Hier möchte ich nun erste Fotos mit meiner Mobiltelefon-Kamera machen - "Mist" mein Akku ist leer! Alle Fotos in diesem Beitrag stammen deshalb von dieser Quelle.

Google Mensa

In der Mensa erhält man bereits einen ersten Eindruck der vielgepriesenen Google-Kultur: Es dominieren die klassischen Google-Farben. Eine Rutschbahn, wie ich sie von den Schwimmbädern her kenne, steht im Mittelpunkt. Grosse Flachbildschirme zeigen die faszinierende Anwendung Google Earth, dahinter stehen die jungen Googler (in Zürich nennt man sie "Zoogler") mit ihren T-Shirts. Ein Catering-Service bietet Getränke und Häppchen nur vom Feinsten: Kraben, Venus-Muscheln, ... - fast alle Speisen aus der molekularen Küche. So koste ich beispielsweise eine weisse Tomatensuppe, blaue Krabben und dgl.

Googl Mensa 2

Die Google-Gäste sitzen nun alle im Foyer und lauschen den Begrüssungsworten von Google-Zürich-Boss Dr. Andreas Schönenberger. Als Festrednerin konnte die Zürcher Regierungspräsidentin Rita Furer gewonnen werden, die mit geistreichen Gedanken über Google brilliert. Danach erläutert Google-Europa-Chef Dr. Nelson Mattos den Anwesenden, dass das Zürcher Team massgeblich an der Entwicklung von Google Maps, YouTube, G-Mail und AdWords (Werbung bei Google) beteiligt ist. In Erinnerung geblieben sind mir einige imposante Zahlen wie: Jede Sekunde wird auf Google Blogger ein neues Blog eröffnet. Stündlich werden mehrere Hundert Stunden Video auf die Videoplattform YouTube hochgeladen. Oder, im Jahr 2020 wird es möglich sein, das gesamte Weltwissen auf einem PocketPC zu speichern.

Google Logo

Doch, was ist nun das Erfolgsrezept von Google? Obwohl beide Google-Chefs - gekleidet mit Kravatte und Anzug - das Wort mehrfach in den Mund nehmen, erfahre ich immer nur den Satz: "Wir haben weltweit die besten und motiviertesten Entwickler und Ingenieure und mit Zürich einen idealen Standort für die Rekrutierung gefunden!" Kein Wort über neue Produkte, erfolgreiche Konzepte und Geschäftsmodelle, die nahe oder ferne Zukunft und dgl. Dafür erfahre ich, dass alle "Zoogler" (Zürcher Googler) von frühmorgens bis spät in die Nacht sich gratis verpflegen können. Das neue Zürcher Google-Büro sich über 12'000 Quadratmeter (auf mehrere Stockwerke verteilt) erstreckt und Platz für über 300 Mitarbeiter aus 40 Nationen bietet.

Google Logo2

Das neue Google Bürogebäude wurde ganz nach den Wünschen der Google-MitarbeiterInnen gestaltet und bietet neben den üblichen Büroräumen - jeweils 4-5 "Zoogler" arbeiten in einem Büro zusammen - sehr viel Platz für sogenannte Kommunikations-Zonen. Auffallend an diesen Kommunikationszonen ist, dass praktisch überall Whiteboards verfügbar sind, damit die Zürcher Googler jederzeit ihre inovativen Gedanken niederschreiben können. Nachstehend einige visuelle Eindrücke von der 2-stündigen Führung durch das Google Office:

Google Konferenzraum

Google Konferenzraum 2

Google Konferenzraum 3

Google Konferenzraum 4

Google Konferenzraum 5

Auch fehlt es nicht an sehr grosszügigen Gemeinschafts-Zonen, in den sich die Zürcher Googler während der Arbeitszeit vom Stress erholen können. Dazu gehören mehrere Spiel-Rooms, eine Bibliothek im britischen Style - in der die MitarbeiterInnen Second-Hand-Bücher und -Spiele tauschen können - ein Fitness-Center und ein Massageraum sowie ein Ruheraum mit Aquarium. Fast schon selbstverständlich gibt es auch einen Doctors-Room und einen Mothers-Room, in dem die Mütter ihre Babys stillen oder wickeln können. In allen Gemeinschafts-Zonen können sich die MitarbeiterInnen rund um die Uhr an einer grossen Bar mit kostenlosen Getränken und Esswaren verpflegen. Auch wir Gäste werden auf dem Rundgang mit zahlreichen extravaganten Köstlichkeiten schon beinahe gemästet.

Google Spielzone

Google Spielzone 2

Google Spielzone 3

Google Bibliothek

Google Massageraum

Google Ruheraum

Eine wirklich gelungene Idee finde ich den Tech Stop, der sich im Zentrum des Gebäudes befindet. Dort können die "Zoogler" mit ihren defekten Geräten hingehen und an der Bar oder bei einem virtuellen Game solange warten, bis die Supporter das technische Problem gelöst haben. Die technischen Probleme werden nach Möglichkeit immer sofort gelöst, damit die MitarbeiterInnen gleich wieder mit "freien Köpfen" ihrer eigentlichen Arbeit nachgehen können. Schade, habe ich meinen PocketPC in der Garderobe gelassen; hier hätte ich ihn problemlos an einer Stromtankstelle aufladen können.

Google TechShop


FAZIT
Das Google Office Opening Zurich hat mir einen faszinierenden Einblick in die Google-Kultur ermöglicht. Während der mehrstündigen Eröffnungsfeier habe ich aber eigentlich nichts Neues über Google, seine Produkte oder Strategien erfahren. Aufgefallen ist mir, dass seitens der "Zoogler" keinerlei Networking betrieben wurde. Niergends waren Fachgespräche oder Verkaufsgespräche zu hören. Das Wichtigste, die eigentliche Arbeit scheint bei Google ein Tabu-Thema zu sein. Die Gäste wurden wie im alten Rom mit Köstlichkeiten verwöhnt und mit den angenehmen Google-Seiten "verzaubert".

Google Logo3

Der typische "Zoogler" scheint unter 30 Jahre alt zu sein. Vermutlich ist er oder sie singel und ohne Familie. Und anscheinend verbringen die Zürcher Googler einen Grossteil ihrer Freizeit auch mit anderen Googlern gleich im firmeneigenen Office; jedenfalls haben mir dies einige anwesende Mitarbeiterinnen bestätigt. Die Büros sind eher eng und die Bürotische klein - vermutlich ein Zugeständnis an die grosszügigen Kommunikations- und Gemeinschaftszonen. Jährlich zwei Mal wechselt jeder "Zoogler" seinen Arbeitsplatz. In einem Google-Team arbeiten maximal 4 bis 5 Personen in einem Projekt zusammen. Das Video-Konferenzsystem - das einzige, was uns aus der Google-Arbeitswelt wirklich gezeigt wurde - wird anscheinend sehr rege benutzt und erlaubt es den Teams, Kontakt mit jedem anderen Google-Büro auf der Welt herzustellen.

Google Rutsche

"Du Papi, wann arbeiten denn diese Menschen, wenn sie immer nur essen und spielen?", so die Frage meiner Tochter heute am Mittagstisch. Selbstverständlich erbringen alle Zürcher Googler auch Höchstleistungen bei ihrer Arbeit. Vermutlich verbringen sie einfach einen Grossteil ihres Lebens im Google Office und somit eben auch einen Teil ihrer Freizeit. Eine solche Google-Kultur ist natürlich ideal für junge Menschen ohne feste Bindungen, die für einige Jahre in Zürich einfach nur ihren Job machen möchten. Ich hingegen ziehe meinen Arbeitsort vor - auch wenn keine Erholungszonen im Hochschulgebäude vorhanden sind. Vielmehr erhole ich mich dann im Freien oder Zuhause bei meiner Familie. Ich bin aber halt auch schon 40 Jahre alt, verheiratet und habe eine vierköpfige Familie und gehöre somit sicherlich nicht mehr zur Zielgruppe der künftigen "Zoogler" bei Google :-)

Google Zürich

Google Office Opening Zurich

Lehrer-Blog für den Bildungsurlaub

Der Primarlehrer und RDZ-Berater Guido Knaus absolviert derzeit seinen Bildungsurlaub in Neuseeland. In seinem Weblog berichtet er über seinen Sprachaufenthalt im New Horizon College sowohl in deutsch als auch in englisch. Guido Knaus zur Funktion seines Lehrer-Blogs: "Für mich dient der Blog vor allem um mein Englisch zu verbessern."

BlogGuido
Quelle: http://web.mac.com/guidoknaus/Neuseeland/Willkommen.html

Im Daten-Netz verfangen

Das nachstehende Foto zeigt eine Schaufenster-Installation des Comiczeichners Jonathan Németh mit Figuren, die sich in einem Netz aus farbigen Leitungen und Drähten verheddert haben. Die Botschaft des Künstler: Das im Alltag als Informationsquelle, Kommunikationsmittel und Vernetzungsmöglichkeit fast unverzichtbar gewordene Internet, kann süchtig machen! Dies Figuren tragen so klingende Namen wie «Second Life», «Web 2.0», «My Space» und «Tombraider».

Das Schaufenster an der St. Galler Frongartenstrasse 5 ist noch bis Mitte April zu sehen, die Figuren sind zu kaufen. Die Zepra-Geschäftsstelle für Prävention und Gesundheitsförderung will hier auf die Online-Sucht aufmerksam machen, die laut einer Studie 2,3 Prozent der befragten Schweizer betreffe. Sie würden durchschnittlich 35 Stunden pro Woche im Netz verbringen. Weitere 3,7 Prozent müssen gemäss der Untersuchung als gefährdet bezeichnet werden, weil sie 20 Stunden pro Woche mit ihren Computern online sind. Die Zepra stellt ihr Schaufenster weiterhin Schulen, Institutionen und Einzelpersonen zur Verfügung, welche die Themen Sucht, Prävention und Gesundheit gestalterisch umsetzen möchten.

Daten-Netz
Bild: Hanspeter Schiess
Quelle: St.Galler-Tagblatt vom 5. März 2008.

Social Networks sind Hausaufgaben-Killer

In den heutigen Web-News der Pendler-Zeitung 20minuten wird berichtet, dass britische Jugendliche wegen Sozialen Netzwerken wie MySpace und Facebook ihre Hausaufgaben vernachlässigen. Vielleicht überlegen wir Lehrpersonen uns, wie wir die Hausaufgaben mehr mit der Lebenswelt der Jugendlichen verbinden! Wie lassen sich Social Networks bzw. Social Software für Hausaufgaben nutzen? Hat jemand hierzu bereits praktische Erfahrungen sammeln können?

Social Networks vs Hausaufgaben
Soziale Netzwerke im Internet wirken sich negativ auf die schulischen Aktivitäten der Jugendlichen aus. Laut einem aktuellen Bericht des britischen Medienforschungsunternehmens Wiggin verbringen 15- bis 19-jährige Nutzer von MySpace, Facebook & Co. deutlich weniger Zeit mit den Hausaufgaben als vor der Registrierung bei einem der Portale. Weitere Ergebnisse zeigen, dass diese Altersgruppe auch deutlich weniger fernsieht, was auch Konsequenzen für die TV-Werbewelt haben könnte. Aufgrund ihrer Beschäftigung mit Social Networks sehen 21 Prozent der Mädchen und zehn Prozent der Jungen weniger anstatt mehr fern. 30 Prozent der weiblichen Nutzer zwischen 15 und 19 Jahren vernachlässigen deswegen ihre Hausaufgaben. Auch zeigt sich eine wachsende Kluft zwischen den Altersgruppen. Während 55 Prozent der jungen Männer zwischen 15 und 19 Jahren regelmässig auf Netzwerk-Seiten surfen, tut dies nur 13 Prozent der 45- bis 54-jährigen Geschlechtsgenossen. pte

Workshop Mobile@School am Kadervernetzungstag 2008

Am diesjährigen Kadervernetzungstag der Ostschweizer Kantone und Liechtenstein an der Kantonsschule Wil (SG) durfte ich einen Workshop zum Thema "Mobile@School - das Handy im Unterricht" anbieten.
Kadervernetzungstag

Bewusst habe ich darauf verzichtet, die Teilnehmenden mit Powerpoint zu belästigen. Alle Workshop-Inhalte sind demnach auf dem mobile at school blog zu finden.

KURZBESCHRIEB
Der Workshop Mobile@School – das Handy im Unterricht zeigt Möglichkeiten auf, wie das eigene Handy der Schüler/innen sinnvoll und nutzbringend im Unterricht auf allen Schulstufen eingesetzt werden kann. Mit einem Handy-Parcour können sich die Workshop-Teilnehmenden gleich praktisch mit den zahlreichen Tools und Funktionen eines Mobiltelefons vertraut machen und so die eigene Medienkompetenz im Umgang mit dem Handy festigen. Anschliessend werden erprobte Programme fürs Mobiltelefon sowie Einsatzmöglichkeiten von Handys im Unterricht demonstriert. Zum Schluss erfahren die Teilnehmenden, wie mit Hilfe von Mobiltelefonen und der 2Bar-Code-Technologie in Zukunft ein Postenlauf oder multimediale Lehrmittel aussehen könnten. Die vorgestellten Unterrichtsszenarien wurden alle mit Schüler/innen oder Studierenden praktisch erprobt.

ZIELE / INHALTE
Begrüssung und Hinweis auf Workshop-Unterlagen
mobile at school blog
Büchertisch zu Mobile Learning
Schulangebote von Swisscom-Mobile
Handykoffer zum Ausleihen
Sprachaustausch mit Natels
Medienkompetenz mit dem Handy
Handy-Parcour "MobileLearn"
Unterrichtsszenarien mit dem Mobiltelefon
Projekt ePortfolio4Kids (Primarschule)
Handy-Projekt am NET (Sekundarstufe)
Doku zur Schnupperlehre mit Moblog (Sekundarstufe)
Handys im Physikunterricht (Sekundarstufe)
Handy-Software zum "Büffeln"
Demo der Software MiniPauker
Die Zukunft gehört dem mobilen Internet
Demo Scannen von QR-Codes mit dem Mobiltelefon
Handy-Verbot an Schulen
Kategorie "Mobile Ban" (Handy-Verbot)
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