Der Blog als Job

Der Journalist Barnaby Skinner beschreibt im heutigen Tagblatt-Artikel "Der Blog als Job", dass die Passion der Genfer Bloggerin Emily Turrettini dem Handy und SMS gilt. Während die meisten Bloggen als Hobby oder so wie ich als Teil ihres Jobs betreiben, verdient Emily Turrettini damit reales Geld. Ihre "Internettagebücher" sind so populär, dass sie davon leben kann. Monatlich hat sie 900'000 Besucher/innen; umgemünzt auf Werbe- und Sponsoring-Einnahmen kommt so ein Monatssalär von CHF 4'200.- bis CHF 5'100.- zusammen.

Frau Turrettini betreibt die folgenden drei Weblogs in englischer Sprache:
Quelle: St. Galler Tagblatt vom 21. Juni 2006.

Social Bookmarking - ein Erfahrungsbericht

Ich habe während diesem Sommersemester 2006 mit zwei Lerngruppen (ca. 50 Studierenden) an der Pädagogischen Hochschule Rorschach PHR das Social Bookmarking mit Blinklist ausprobiert - nachstehend ein kurzer Erfahrungsbericht:

Während zwei Lektionen hatten die Lehramtstudierenden im Modul "Grundlagen des Mensch und Umwelt (MU)" Zeit, das Social Bookmarking mit Blinklist kennen zu lernen und damit auch konkrete Aufträge zum Thema "ICT im MU-Unterricht" zu erledigen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Beat Doebeli, der mir Einblick in seine Lektion und Unterlagen zu Social Bookmarking gegeben hat.
Mich als Dozent reizte die Möglichkeit, Social Bookmarking einmal im Unterricht konkret einzusetzen. Nicht zuletzt deshalb, weil hier die Lernenden die Möglichkeit haben zu erfahren, wie relevant ein Bookmark innerhalb ihrer Community (hier Lerngruppe) ist. Leider verlief der Unterricht zum Social Bookmarking mit Blinklist nicht ganz problemlos. Insbesondere beim Anmelden "Create an Account" hatten zahlreiche Studierende (rund 1/3) Probleme; vermutlich lag es u.a. auch an den teilweise nicht-kompatiblen Browsern, welche die Studierenden auf ihren Notebooks installiert haben. Ja, natürlich hatte ich vorher gelesen, dass Blinklist erst als Beta-Version vorliegt. Aber genau hier sehe ich derzeit das grösste Problem beim konkreten Einsatz von Web 2.0/Social Software: zu viel ist technisch noch nicht massentauglich und somit noch nicht unterrichtstauglich!

Absolut genial wäre natürlich eine Plattform, auf der unsere Studierenden neben einem Weblog auch Social Software für Bookmarksammlungen, Bücher, Skripte, Audio und Video (Podcasts), Unterrichtstipps etc. verwalten könnten. Mittels dieser Community-Funktionalität (wie heisst das korrekt?) könnten die Lernenden sich besser im Studium orientieren und feststellen, wer aus ihrer Community (Freundeskreis, Lerngruppe, Hochschule, etc.) das vom Dozenten so heiss empfohlene Buch, die neueste URL zum Lernen etc. bereits abonniert hat. Eine bessere Orientierung innhalb der Informationsflut, welche Lernenden heute und morgen bewältigen müssen, ist absolut zwingend!

Wer kennt eine solche Social Software?!
Wer entwickelt für Lernende eine solche Social Software?!

Weitere Informationen zu Social Bookmarking

Observatorium, Prof. Dr. Dieter Euler, UNISG

Das Observatorium ist längerfristig angelegt und wird zuerst eine Durchführbarkeitsstudie vorlegen. Zielsetzung des Observatoriums ist, verschiedenen Lehrpersonen auf unterschiedlichsten Bildungsstufen eine gezielte Einbindung von (e)Medien in ihre jeweiligen Arbeitszusammenhänge zu ermöglichen. Darüber hinaus soll das Observatorium verschiedenen Nutzergruppen (z.B. Wissenschaftlern, Medienanbietern) relevante Erkenntnisse über technische, pädagogische, strategische, ökonomische und kulturelle Dimensionen des technikbasierten Lehrens und Lernens zur Verfügung stellen. Konkrete Ergebnisse lagen noch keine vor.

Symposium 2006 "Medien im Bildungswesen"

Das Symposium 2006 "Medien im Bildungswesen" findet am 9./10. November 2006 am Institut für Bildungsmedien an der PHBern statt. Das Patronat hat die Schweizerische Koordinationskonferenz ICT und Bildung SKIP (ehemals Taskforce) übernommen. Eingeladen werden nur ausgesuchte Gesprächspartner. Das Symposium soll dabei nicht einfach ein weiterer Kongress in der Bildungslandschaft sein, sondern ein Gespräch über "Medien im Bildungswesen" mit ausgesuchten Gesprächspartnern. Längerfristig hat das Symposium zum Ziel sich als "Swiss Education Forum" (was es noch nicht gibt) zu etablieren.

SF Bildungspilot: Die Drehscheibe für Wissen und Bildung

Das Schweizer Fernsehen lanciert mit Unterstützung der Schweizerischen Stiftung für audiovisuelle Bildungsangebote (SSAB) das Projekt "SF Bildungspilot: Die Drehscheibe für Wissen und Bildung". Das Schweizer Fernsehen besitzt zwar bereits ein Medienportal, das primär Medienschaffenden vielfältige, aktuelle Informationen primär über das Schweizer Fernsehen anbietet. Das "SF Bildungsportal" möchte allerdings als zentrale Drehscheibe auch andere audiovisuelle Bildungsmedien aus anderen Archiven der SSAB anbieten.

Inhalt
- Wissen, Lernprogramme, Bildung, Forschung, online verfügbar, jederzeit und überall
- aus verschiedensten Bereichen
- SF Archiv, gezielt geöffnet
- offen für nicht-kommerzielle und kommerzielle Anbieter

Ziel
- Vernetzung von Anbietern, Nutzern und Inhalten
- einfache, schnelle, sichere Suche
- vielfältiges, qualifiziertes Angebot
- macht neugierig, weckt Lust am Lernen
- zum Nutzen aller
- Einbezug von Partnern
- dank Synergien können neue Projekte entstehen
- sich selbst regelnd aufgrund von Angebot und Nachfrage

Warum blogge ich das?!
Hier bietet sich m.E. eine grossartige Chance, um in Zukunft über eine zentrale Plattform auf vorhandene audiovisuelle Bildungsinhalte zugreifen zu können. Unter der Führung des Schweizer Fernsehen soll bis Ende Jahr eine solche zentrale Drehscheibe in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern und Partnern der Schweizerischen Stiftung für audiovisuelle Bildungsangebote (SSAB) entstehen. Dabei handelt es anfangs um einen Bildungspiloten; man möchte zuerst mal klein anfangen. Interessant für alle Lehrenden und Lernenden ist es auf alle Fälle, auch Zugang zu den grossen Archiven der Medienanbieter wie SF Schweizer Fernsehen (Medienportal, Schulfernsehen, etc.) und SR DRS (Bildatenbank etc.) zu haben.

Absolut zwingend ist aber, dass diese Drehscheibe für Wissen und Bildung nicht einfach ein weiteres grosses Archiv sein wird, in dem sich "Bildungshungrige" auf der Suche nach geeignetem audiovisuellem Material verlieren. Die Projektleitung hat zwar versprochen, dass sie nicht alles, sondern lediglich die "Perlen" aus den Archiven anbieten möchte. Doch, welches sind die wirklichen Perlen?! Um diese Frage zu beantworten, müsste m.E. eine Community-Funktionalität in dieser Plattform integriert sein; wie dies beispielsweise bei den aktuellen Web 2.0 Anwendungen wie Flickr oder Blinklist vorhanden ist. Nach der Suche nach einem geeigneten Titel würden dann die Benutzer/innen nachsehen können, wer aus der eigenen Community (z.B. Bildungsbereich, Schule, Klasse oder Lerngruppe) das gefundene Medium bereits einmal verwendet hat. Nur so ist m.E. sichergestellt, dass ein "Lost in Cyperspace" nicht eintritt.

Das eigens für dieses Projekt produzierte Video über den "SF Bildungspilot" wird in Kürze auch weiteren Interessierten zur Verfügung stehen. Wie diese Drehscheibe für Wissen und Bildung künftig "on demand" beispielsweise über Bluewin TV genutzt werden könnte, habe ich auf MobileatSchool kurz beschrieben.

Oktogon des Lernens - das Lernatelier

An der Ganztagsschule Hegelberg in Kassel wurde das Lernatelier realisiert:

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Das ist doch wirklich hirnrissig!

Immer wieder lese ich sehr gerne die Kolumne von Frau Prof. Dr. Andrea Back im monatlichen Newsletter E-Learning des Learningcenter der UNISG. Die nachstehende Kolumne erinnert mich sehr stark an Diskussionen, die ich dieses Semester mit meinen Studierenden geführt habe. Manfred Spitzer hat halt doch so seine Spuren hinterlassen; nicht zuletzt wohl auch deshalb, weil es doch viel einfacher ist, so "einfach" zu argumentieren; das ist doch wirklich hirnrissig!

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Schoolpodcast: Podcasting für den Unterricht

Schoolpodcast


Quelle: http://schoolpodcast.phrblog.kaywa.ch/

Die Studierenden der Pädagogischen Hochschule Rorschach haben während dem Sommersemester 2006 mit Podcasting für den Unterricht experimentiert. Bei diesen Podcast-Beispielen für den Unterricht ging es primär darum, dass die zukünftigen Lehrpersonen sich Gedanken machen, wie mobile Lernobjekte für den Unterricht von morgen produziert werden können. Im Mittelpunkt stand also nicht eine hochwertige Audio- oder Videoproduktion, sondern vielmehr die Idee, welche hinter den Podcast-Beispielen steckt; es handelt sich also um erste Podcast-Entwürfe für den Unterricht aller Schulstufen!

Eine Auswahl an Beispielen
Tiergeräusche (Basisstufe 4-8)
Bauernhoftierstimmen (Basisstufe 4-8)
Di sibä Rabä (Basisstufe 4-8)
Textverständnis II (Unterstufe 6-10)
Vogelstimmen (Unterstufe 6-10)
A little mouse (Mittelstufe 8-12)
Wir schreiben ein Diktat (Mittelstufe 8-12)
alle Beispiele

Ich bin sehr gespannt auf die Präsentationen der Podcast-Beispiele, welche diese Woche durch die Studierenden stattfinden. Ein herzliches Dankeschön geht an Jérome und Roger vom KAYWA-Team, die uns einen Weblog als Podcast-Plattform umgebaut haben!

Das 1x1 der Wikis und Weblogs

In seinem Artikel "Das 1x1 der Wikis und Weblogs" beschreibt Dr. Oliver Bendel zwei der wichtigsten Social-Software-Vertreter: Weblogs und Wikis. Sein Focus ist dabei auf das Wissensmanagement von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gerichtet. Seine Aussagen bezüglich den Einsatzmöglichkeiten von Wikis und Weblogs lassen sich jedoch leicht auch auf den Bildungsbereich übertragen:
http://www.wissensmanagement.net/insight/oliver_bendel/2006_03_006.pdf

Quelle: Newsletter E-Learning 5/2006, 6. Jahrgang.

E-Teaching-Portal (D)

E-Teaching-Portal

Neues E-Learning-Portal
Um den Austausch zwischen engagierten Lehrenden, aber auch Beraterinnen und Beratern aus dem Hochschulbereich zum Thema E-Learning und E-Teaching zu unterstützen, startet das Portal "e-teaching.org" mit dem Angebot umfangreicher Community-Funktionen.

Das Portal ist ein Informations- und Qualifizierungsangebot, das sich explizit an Hochschullehrende im deutschsprachigen Raum wendet. Auf 1000 Seiten wird das Thema E-Learning in der Hochschullehre in all seinen Facetten beleuchtet. Das Portal ging im August 2003 mit einer Pilotversion online und wird derzeit vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Die redaktionelle Betreuung und Weiterentwicklung ist am Institut für Wissensmedien in Tübingen angesiedelt.

Die Funktionen der Community sind darauf ausgelegt, die personalisierte Nutzung der Portalfunktionen und den Kontaktaufbau zu anderen Mitgliedern zu unterstützen. Einloggen kann sich jeder Interessierte unter "Mein E-Teaching" auf der Homepage des Portals. Hier gelangt man neben der Community auch zu den Inhalten der Partnerhochschulen. Bislang kooperieren insgesamt knapp 40 Hochschulen mit e-teaching.org und nutzen die Möglichkeit, das Portal an den Einsatz in ihrer Institution anzupassen.

Quelle: Newsletter E-Learning 5/2006, 6. Jahrgang.
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