Erstmalige Zertifikatsübergabe an Informatikverantwortliche

Am Samstag, 28. August 2010, wurde im Hochschulgebäude Stella Maris in Rorschach der erste Zertifikatslehrgang "Informatikverantwortliche an der Volksschule" abgeschlossen. 20 Teilnehmende, die sich im Lehrgang für den Informatiksupport an ihrer Schule weiterbildeten, erhielten ihr Zertifikat von Heidi Derungs, Prorektorin Weiterbildung, und den Verantwortlichen Leitenden Bea Straub und Martin Hofmann.

CAS Informatikverantwortliche

Der Pilotlehrgang "Informatikverantwortliche an der Volksschule", der in Zusammenarbeit mit der Informatikfachstelle des Bildungsdepartements entwickelt worden ist, hat guten Anklang gefunden, war sofort ausgebucht und viele mussten auf den nächsten Lehrgang vertröstet werden. Die Teilnehmenden erwarben sich in diesem Jahr Kenntnisse und einen umfassenden Überblick über den technischen und pädagogischen Informatiksupport in einer Schulgemeinde. Sie verfügen nun über Kompetenzen für die Erstellung und Umsetzung eines Informatikkonzepts, für den pädagogischen Support. Sie können Fragen der Anschaffung und Verwaltung kompetent lösen sowie den Betrieb, die Wartung und die Installationen betreuen und die Sicherheit gewährleisten. Sie werden im Kanton St.Gallen und in Glarus nun qualifizierte Arbeit leisten zur Unterstützung ihrer Schulleitung und ihrer Kolleginnen und Kollegen.

Zusätzliche Qualifikationen ins Schulhausteam einbringen
«Wir sind gut gerüstet und können die uns anvertrauten Arbeiten nun ‚sicherer‘ angehen», sagte ein Kursteilnehmer, der mit seinem Kollegen zuständig ist für die Informatik der drei fusionierten Schulen im unteren Rheintal. Heidi Derungs, Prorektorin Weiterbildung, wies in ihrer Ansprache auf die veränderten Anforderungen an die Schule und den Lehrberuf hin und darauf, dass es in den Schulen immer mehr Spezialaufgaben gebe, welche interessierten Lehrpersonen übergeben würden. «Der Bedarf nach qualifizierenden Zusatzausbildungen wird in den kommenden Jahren steigen. Die Lehrgänge mit Zertifikat machen den Lehrberuf attraktiver; können doch Lehrpersonen zusätzliche Qualifikationen erwerben, die sie ins Schulhausteam einbringen. Sie erhalten durch ihre Funktion eine ‚neue‘ Stellung, eine Position. Ihnen vertraut die ganze Schule einen immens wichtigen Bereich an: die Informatik vor Ort. Sie sind an der Schnittstelle zwischen Schulleitung, Behörden, den Lehrpersonen und den Verantwortlichen für den externen Support.» Heidi Derungs gratulierte den Absolventinnen und Absolventen zum zurückgelegten Weg und dankte Beatrice Straub Haaf und Martin Hofmann für die Konzeption und die erste Durchführung.


Quelle: PHSG, Mitteilung vom 2. September 2010.

Safe Exam Browser – Die Browserapplikation zur sicheren Durchführung von Online-Prüfungen

Safe Exam Browser (SEB)

Der Safe Exam Browser ist eine auf Firefox basierende, abgesicherte Browser-Applikation, um Online-Prüfungen auf Learning-Management-Systemen (LMS) zuverlässig durchführen zu können. SEB ist mit dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung seit Mitte 2008 ein Open-Source-Projekt, getragen von der Universität Gießen, der Universität Zürich und der ETH Zürich. Der Safe Exam Browser unterstützt derzeit die Learning-Management-Systeme Moodle und ILIAS. Mit der Installation der AAI-fähigen Windows XP-Applikation wird ein herkömmlicher Computer in einem studentischen Computerarbeitsraum oder das Notebook eines Studenten zur temporär abgesicherten Arbeitsstation.

Quelle: Brigitte Schmucki, Dirk Bauer; ETH Zürich, Schweiz

Nachstehende Funktionen bietet der Safe Exam Browser:
- Full Screen Display
- No browser navigation elements
- Various disabled shortcuts
- Controlled use of other applications

Vorteile des Safe Exam Browser sind:
- No data gathering
- No unauthorized leaving of the test
- just safe exams

Der Safe Exam Browser wird an der diesjährigen GMW'10 Konferenz in Zürich als Posterpräsentation vorgestellt. Neu hinzugekommen ist zudem die Möglichkeit, mit einem Macintosh-Computer den Safe Exam Browser zu nutzen.

Fazit:
Mittlerweile führen wir an der Pädagogischen Hochschule des Kantons St.Gallen (PHSG) seit drei Jahren erfolgreich in mehreren Modulen Onlineprüfungen mit rund 200-250 Studierenden durch. Die Onlineprüfungen absolvieren unsere Studierenden verteilt in drei grösseren Räumen (Aula, Seminarräume) mit dem LMS OLAT (Online Learning And Training) auf dem persönlichen Notebook. Bislang haben wir allerdings noch keine sichere Browserapplikation eingesetzt. Auch hatten wir während den Onlineprüfungen noch keine Betrugsfälle. Die Studierenden sind nämlich dermassen mit dem Lösen der Aufgaben beschäftigt, dass sie schlichtwegs auch keine Zeit finden, verbotenerweise andere Browser-Seiten bzw. Zusatzmaterial auf den persönlichen Notebook zu öffnen. Ich bin zudem etwas skeptisch, ob die Installation des Safe Exam Browser nicht unnötig technische Probleme bei den Studierenden verursachen wird; zumal sie diese Installation vorgängig selber vornehmen müssten und wir keine Ressourcen haben, dies auch zu kontrollieren. Selbstverständlich werde ich den Safe Exam Browser sehr gerne austesten; sobald er auch mit unserem Testsystem OLAT nutzbar ist.

[video] Conoces el BOOK?

Einfach toll, wie der digitale Wissenskörper von den Teilnehmenden des Zertifikatslehrgangs (CAS) Medienpädagogik weiterhin regelmässig Verwendung findet. Immer wieder entdecke ich in diesem Gruppen-Blog tolle Beiträge zu medienpädagogischen Themen. Ein großes Dankeschön an alle, die in diesem Blog regelmäßig publizieren.

Der neueste Fund ist das spanische Video "Conoces el Book" mit englischem Untertitel ("Did you know the book") von Leerestademoda.com.



[video] You can't be my teacher



«If you don't know the internet, you can't be my teacher», so die provozierende Aussage eines jungen Lernenden im nachstehenden Video: You can't be my teacher.

«I need someone who knows what I know. Meet me on the web, at least half way. Teachers today need to be literate to relate to digital natives.»

Diesen Aussagen kann ich eigentlich nur zustimmen: Medienkompetente Lehrpersonen brauchen unsere Kinder!

Wie unsere Kinder und Enkelkinder lernen werden

Mit Freude habe ich entdeckt, dass in der aktuellen Ausgabe des Schweizer Cross-Media-Magazins anthrazit Juli/August 2010 dieses Weblog «Nextgenerationlearning» in der Rubrik "internet: familie, schule" unter den E-Learning-Links erwähnt wird. In einer Zeit, in der Blogs zunehmend Leserinnen und Leser verlieren, freut man sich natürlich als Autor über eine solche kleine Aufmerksamkeit :-)

«Nextgenerationlearning»
Ein spannender Blick in die Zukunft, wie unsere Kinder und Enkelkinder lernen werden.
www.nextgenerationlearning.ch

anthrazit
Bildquelle: http://www.anthrazit.org

[book] «Stadt als Bühne. Szenische Eingriffe in einen Stadtkörper»

Ein aufsehenerregendes Projekt in der Stadt Rorschach hat ein überaus lesenswertes und sehr besonderes Buch «Stadt als Bühne. Szenische Eingriffe in einen Stadtkörper» hervorgebracht!

Am Projekt (2005-2010) und gleichnamigen Buch Stadt als Bühne» waren jeweils immer sehr viele Menschen beteiligt und involviert. Besonders erwähnenswert sind jedoch die beiden Lehrbeauftragten, Herausgeber und Promotoren Mark Riklin, künstlerischer Leiter, und Selina Ingold, Produktionsleiterin, sowie die Studierenden der FHS St.Gallen (Fachbereich Soziale Arbeit) und jeweils viele interessierte Einwohner oder Besucherinnen der Stadt Rorschach. Nicht zu vergessen aber auch die journalistische Begleitung, Mentoren, Inspiratoren, Adhoc Einwohnerrat, Stadtrat, Wirte, reale Stadtfiguren, Laufsteg-Trainerin, Illustratorin, Grafikerin, Requisiten, Gegenspieler, Cellokurier, Lyrik-Butler, Butler-Experte, Butler Agentur Passione, Perlentaucher, Hebebühnen-Fahrer, Sofa-Gäste, Komplizen, Zaungäste, Set-Fotografen, Radio-Reporter, Radio-Ausbildnerin, Podcast-Journalistin, Video-Jockey, video-artwork - eben so wie im echten Theater (ein vollständiger Beteiligtenplan mit Namen findet sich im Buch).

Für mich ist Stadt als Bühne» ein Lehrstück besonders gelungener Hochschuldidaktik. So sollte heute Bildung vermittelt werden: nachhaltig, praxisnah, ernsthaft und lustvoll. Als "Alt-Rorschacher" durfte ich zudem beobachten, wie die Stadt Rorschach und ihre Bewohner/innen ihr (benahe) verloren gegangenes Selbstbewusstswein wieder entdeckt haben.

stadt-als-buehne
Bild: http://stadt-als-buehne.ch, 29.7.2010.


Wenn in Rorschach Studierende mit Chromstahlstühlen unterwegs sind, um auf dem Marktplatz oder auf der Hafenmole einen Vorlesungssaal zu installieren, ist offenkundig: «Stadt als Bühne» schreibt ein neues Kapitel. Schatzsucher eilen über die Hafenmauer, Ortsschilder werden umbenannt, der Bürgersteig beschriftet, die stillen Örtchen der Stadt zu philosophischen Lesestuben umfunktioniert oder Stellen ausgeschrieben und Vorschläge gemacht, die so niemand bestellt hat. Und all dies aus ernsthaften Gründen. «Stadt als Bühne» spielt mit Tonfall und Stilmitteln des heiteren Ernstes. Unter der Regie von Mark Riklin und Selina Ingold, Lehrbeauftragte an der FHS St.Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, eröffnet «Stadt als Bühne» am Beispiel der Stadt Rorschach einen sinnlichen Zugang zu einer innovativen Stadtentwicklung, welche die Bevölkerung als Expertin in eigener Sache ernst nimmt. Gleichzeitig werden neue Wege in der Hochschuldidaktik aufgezeigt und eine «Aufsuchende Öffentlichkeitsarbeit» begründet. Ein poetischer Zugriff auf Stadt, Lehre und Öffentlichkeitsarbeit.
Schwan-Verlag
ISBN 978-3-9522628-4-9

[video] Text 2.0 - die Zukunft des Lesens?

Im aktuellen Newsletter des Learning Centers IWI - HSG der Universität St.Gallen bin ich erneut auf das Video Text 2.0 gestoßen. Im Video zeigen die Entwickler vom Deutschen Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz in Kaiserslautern Teile des Anwendungsspektrums von Text 2.0. Die Software soll dank Sensoren zum Erkennen der genauen Blickrichtung des Anwenders das Lesen von elektronischen Anzeigen auf die nächste Evolutionsstufe heben. So kann etwa ein Bild exakt zur jeweiligen Lesestelle passend eingeblendet werden oder auch auf ein Sprachkommando hin das gerade betrachtete Wort übersetzt werden.


Weitere interessante Informationen zu Text 2.0 - wie blickaktiver Text Lesen verändern kann - finden sich auf der Website unter http://text20.net/.

WBT Social Software. Web 2.0-Dienste

Hansruedi Tremp vom Institut für Informations- und Prozessmanagement der FHS St.Gallen (IPM-FHSIPM-FHS) hat die überarbeitete Version 2010 seines WBT Social Software. Web 2.0-Dienste fertig gestellt. Das WBT darf unter der CC-License und Quellenangaben frei verwendet werden. Für CHF 100.– kann das WBT als SCORM-Paket zum freien Gebrauch im eigenen LMS angefordert werden.

Das WBT kann hier eingesehen und frei bearbeitet werden.
WBT Social Software
Bildnachweis: https://morpheus.fhsg.ch/wbt_Web_2_v2010/player.html

Zertifikatslehrgang CAS Medienpädagogik für Medienschaffende

Plakat Katrin 2


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Anmeldung

Games - Spielen ist lernen: Einladung zur Vorstellung von Materialien für die Lehrerbildung

„Ob wir es mögen oder nicht, (das Videospiel) ist das Medium der Gegenwart. Es ist ein Medium, das unsere Kulturgeschichte erzählt. Die Tatsache, dass es in erster Linie ein Werkzeug der Jugend und jungen Erwachsenen ist, bedeutet, dass es einen grossen Einfluss darauf haben wird, wie die nächsten ein, zwei Generationen sich entwickeln werden.“
Sheldon Brown, Visual Arts Professor und Direktor des Center for Research in Computing and the Arts, an der University of California, San Diego.

Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat im Auftrag von Microsofts Bildungsinitiative „Partners in Learning“ ein modular aufgebautes Lehrmittel entwickelt: „Games – Spielen ist lernen“. Diese Materialsammlung wendet sich an Dozierende an Pädagogischen Hochschulen sowie weitere Fachstellen und Multiplikatoren der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen im Bereich der ICT, darf kostenlos genutzt werden und ist in deutscher Sprache verfügbar.

Am Freitag, 2. Juli 2010, von 9.00 – 11.00 Uhr laden Microsoft und die ZHAW an der Merkurstrasse 32 in Zürich zur Vorstellung der Materialien mit anschliessender Einführung in die Welt der Computerspiele am Workshop «Rasen, schiessen, Gitarre spielen – Videospiele erleben».

Infos zur Materialsammlung: Games - Spielen ist Lernen.pdf

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